Der junge Verteidiger des FC Metz nach einer Transplantation erstmals selbst zu Wort gemeldet. "Heute, nach schwierigen Wochen und einer kürzlich erfolgten Transplantation, geht es mir besser", schreibt Dos Santos auf Instagram. "Der Weg ist noch lang, aber ich blicke zuversichtlich und entschlossen nach vorn. Vielen Dank an alle, die mich unterstützt haben. Die Zukunft erwartet mich."
Sein Berater Christophe Hutteau teilte die Nachricht und berichtete, dass Dos Santos noch immer auf der Verbrennungsstation im Mercy-Krankenhaus in Metz liegt. Hutteau macht aber Mut: "Es wird ein langer Weg sein, aber er wird zum FC Metz und zurück auf den Platz und in den professionellen Fußball zurückkehren."
Tahirys wird längst als Held gefeiert. Hutteau erzählte zuletzt: "Er ist herausgekommen, es ist ihm gelungen, diesem Feuerinferno zu entkommen. Dann bemerkte er, dass seine Freundin noch drinnen war. Und er ging zurück in die Flammen, um sie zu retten." Weiter sagt er: "Also ist Tahirys, zusätzlich dazu, dass er ein Opfer ist, ein Held. Ich glaube, man kann das so sagen."
Laut einer anonymen Quelle gegenüber "republicain-lorrain.fr" war Coline – die Freundin von Dos Santos – auf der Toilette, als die Tragödie passierte. Tahirys zögerte nicht, suchte sie und rettete sie aus den Flammen. Auch sie wurde schwer verletzt und liegt nun in einer Spezialklinik in Belgien, begleitet von ihrer Familie.
Für Coline läuft aktuell eine Spendenaktion, über 30.000 Franken sind schon zusammengekommen. Dos Santos selbst macht auf Instagram auf die Aktion aufmerksam und bittet um Unterstützung.
Eine berührende Anekdote gibt es noch: Eine Ersthelferin, die Medizinstudentin Amendine, erzählte dem französischen Sender BFMTV: "Er sagte zu uns: ‹Wenn ich eines Tages Profifußballer werde, schenke ich euch allen Eintrittskarten für die Spiele. Und wenn ich kein Profifußballer werde, möchte ich so werden wie ihr und Leben retten.›"