Welt

Fussballtrainer soll Buben betäubt & vergewaltigt haben

Ein ehemaliger Jugendtrainer des deutschen Fussballclubs SV Wehen Wiesbaden sitzt wegen Verdachts der Vergewaltigung in Untersuchungshaft.
20.12.2021, 15:07

Ein ehemaliger Jugendtrainer des hessischen Fussball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden sitzt wegen Verdachts auf Vergewaltigung, sexuellen Missbrauch und Herstellens von jugendpornografischen Schriften in Untersuchungshaft. Der Verein hat am Montag einen entsprechenden Bericht der "Hessenschau" bestätigt.

"Es handelt sich um einen für unseren Verein gravierenden und belastenden Vorgang", schrieb der SV Wehen Wiesbaden. "Zumal wir von solchen Dingen bislang glücklicherweise verschont geblieben sind." Auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte den Sachverhalt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Ermittler durchsuchen Wohnung

Laut "Bild" zeigen beim Trainer konfiszierte Videos die Vergewaltigungen von sieben Buben. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittle nun gegen den 34-jährigen Mann, der im Juli 2019 zum Verein gestoßen sei.

Fahnder hatten laut dem Bericht am 27. Oktober die Wohnung des Trainers sowie seine Spinde und Schränke in den Räumen des Clubs in Taunusstein-Wehen durchsucht. Auf einem Handy entdeckten die Ermittler laut der Zeitung die Videos, zusätzlich stellten sie mehrere Speichermedien sicher.

Trainer fristlos entlassen

Man habe den Jugendtrainer "sofort freigestellt und dann fristlos entlassen", als die Vorwürfe aufgekommen seien, schrieb der Fussballclub. Der Trainer steht im Verdacht, Jugendliche zunächst betäubt und in der Folge vergewaltigt zu haben. Der SV Wehen Wiesbaden betonte, "von Beginn an und vollumfänglich bis zum heutigen Tag eng und vertrauensvoll mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet" zu haben.

Unklar ist, ob es sich bei den betroffenen Jugendlichen um Jugendspieler des Vereins handelt. Der Mann sitzt seit 9. Dezember in Untersuchungshaft, laut "Bild" wegen Fluchtgefahr. Der Täter habe die gefilmten Taten wohl wenige Tage vor der Durchsuchung begangen, so die Zeitung. Er steht zudem im Verdacht, sich bereits zwischen 2007 und 2014 an drei weiteren Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren vergangen zu haben.