Deutschland gelang bei der WM gegen Ecuador ein Blitzstart. Bereits in Minute zwei schoss Leroy Sane in New Jersey trocken zum 1:0 ein. Es war das schnellste DFB-Tor auf der großen Bühne seit 1934.
Aber: Es hätte nicht zählen dürfen – denn in der Entstehungsgeschichte traf Aleksandar Pavlovic seinen Gegenspieler mit hohem Bein im Gesicht. Eine vermeintlich eindeutige Sache, nicht jedoch für Schiedsrichterin Tori Penso. Die Pfeife der Amerikanerin blieb stumm. Und auch der VAR schaltete sich nicht ein.
Im ORF-Studio war Herbert Prohaska fassungslos. In der ARD meinte Ex-Referee Lutz Wagner: "Aus meiner Sicht eine sehr mutige Entscheidung. Das wundert mich jetzt sehr, dass da auch kein Einspruch vom VAR kam. Schön für Deutschland. Allerdings: Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn dieses Tor zurückgenommen wird."
Schiedsrichter-Experte Manuel Gräfe sagt in der "Bild": "Diese Entscheidung ist natürlich ein Witz. Objektiv müssen wir sagen: Das ist nicht akzeptabel."