G20-Gipfel im Schatten der Terroranschläge von Paris

Eigentlich wollten die Staats- und Regierungschefs der G20-Mitglieder im türkischen Badeort Belek bei Antalya über die laufende Flüchtlingskrise, Korruptionsbekämpfung und den Schutz des globalen Finanzsystems sprechen. Doch die tragischen Anschläge von Paris geben nun den Kampf gegen den Terror als Hauptthema des Treffens vor.

Eigentlich wollten die Staats- und Regierungschefs der G20-Mitglieder im türkischen Badeort Belek bei Antalya über die laufende Flüchtlingskrise, Korruptionsbekämpfung und den Schutz des globalen Finanzsystems sprechen. Doch die gaben nun den Kampf gegen den Terror als Hauptthema des Treffens vor. 
Bereits im Vorfeld des Treffens am Sonntag hatten zahlreiche Vertreter der G20-Staaten die Anschläge von Paris auf das Schärfste verurteilt. US-Präsident Barack Obama sprach von eine "Angriff auf die gesamte Menschheit". Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan, Gastgeber des Gipfeltreffens, telefonierte mit seinem Amtskollegen Francois Hollande, der seine Teilnahme verständlicherweise absagen musste.

Erdogan forderte zu Beginn des Gipfels eine "harte Antwort". Bereits im Vorfeld des Gipfels hatte die Türkei das Thema reklamiert und ging mit Spezialeinheiten gegen mutmaßliche IS-Sympathisanten vor. 

EU-Ratspräsident Donald Tusk rief die G20-Staaten zum gemeinsamen Handeln auf. "Frankreich erwartet Taten", schwor er "jeden der G20-Anführer" zum Kampf gegen den IS-Terror ein. 

Flüchtlinge ebenfalls wichtiges Thema

Neben dem Hauptthema wurden bei dem Treffen außerdem die , in der der Türkei als Verbindungsland zwischen Syrien und der EU eine entscheidende Rolle zukommt, diskutiert. Der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mahnte davor, jetzt nicht den Fehler zu machen, in jedem Flüchtling einen potentiellen Terroristen zu sehen. Man dürfe die Täter von Paris nicht mit jenen "verwechseln, die guten Gründe haben, an unsere Tür zu klopfen".

Barack  Obama und Wladimir Putin tauschten sich am Rande des Gipfels für rund 30 Minuten in einem Vier-Augen-Gespräch aus. Die USA und Russland verfolgen in der Syrien-Frage unterschiedliche Ziele. Ein Näherkommen der beiden Großmächte in der Causa würde auch eine einheitliche Lösung für das vom Bürgerkrieg komplett zerstörte Land bedeuten.

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