Gabrielle (37) oben ohne im Bad – Polizei schritt ein

Gabrielle Lebreton überlegt eine Klage.
Gabrielle Lebreton überlegt eine Klage.Christian Lohse / BILD
Eine 37-Jährige sonnte sich ohne Oberteil bei einem Wasserspielplatz in Berlin. Der Sicherheitsdienst schritt ein. Nicht der einzige Fall in Europa.

Oben ohne im Freibad (wie die Männer) – dafür kämpften viele Frauen vor 50 Jahren. Wird die Freiheit nun rückabgewickelt? Der Fall von Gabrielle Lebreton löste in Berlin heftige Diskussionen aus: Die gebürtige Französin war mit ihrem Sohn (6), einem Freund und dessen Tochter (4) auf einem Wasserspielplatz und wollte sich oben ohne sonnen. Securitys und zwei herbeigerufene Polizisten verlangten, dass sie einen BH anziehe – Gabrielle weigerte sich und ging heim. Laut Bezirksamt hatte sie eine Ordnungswidrigkeit begangen: Außerhalb von Parks sei Oben-ohne-Sonnen geduldet, doch der Spielplatz ist ein eingezäunter Raum mit eigenen Hausregeln.

Anwalt: "Oben ohne sonnen ist gang und gäbe."

Dem widerspricht Anwalt Alexander Pabst: Es sei "gang und gäbe, dass man sich oben ohne sonnt", und es liege auch keine exhibitionistische Handlung vor. Gabrielle überlegt, vor Gericht zu ziehen, damit festgelegt ist, dass es Frauen "überall dort möglich sein soll, sich oben ohne zu zeigen, wo es Männern auch erlaubt ist".

In Brüssel (Belgien) wird in einem ähnlichen Fall gestritten. Parkwächter wollten einer Frau verbieten, im Bikini Volleyball zu spielen: So bekleidet dürfe man nur am Boden liegen.

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