Berichte von Vetretern des militärischen Übergangsrates, dass Gaddafis Sohn und nationaler Sicherheitsberater Motassim Gaddafi gefasst worden sei, konnten laut BBC nicht bestätigt werden. Zunächst war mitgeteilt worden, dass Motassim derzeit Benghazi verhört werde
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Motassim sei gefangen genommen worden, als er in einem Auto aus der bisherigen Gaddafi-Hochburg flüchten wollte, hieß es zunächst in der Nacht auf Donnerstag. Die Gegenwehr von Gaddafis Kämpfern in Sirte hätte merklich nachgelassen habe und es nur noch zwei kleinere Widerstandsnester gebe.
In den vergangenen Wochen feierten die einstigen Rebellen mehrmals die Festnahme von Vertrauten oder Verwandten Gaddafis, die jedoch nicht eindeutig nachgewiesen werden konnten. Eine Aufklärung in der Nacht war zunächst nicht möglich.
Einst Nachfolgekandidat
Der Karrieresoldat und Arzt wurde 2007 zum Chef des nationalen Sicherheitsrates berufen. Nach dem Vorwurf eines Putschversuchs ging er ins Exil nach Ägypten, doch sein Vater verzieh ihm und ließ ihn zurückkehren. Er war der stärkste Konkurrent seines Bruders Saif al-Islam um die Nachfolge an der Staatsspitze.
Gaddafis Ehefrau Safia hat sich mit drei Kindern (Mohammed Muammer, Hannibal und Aisha) nach Algerien abgesetzt, die Söhne Khamis und Saif al-Arab dürften während des Bürgerkriegs getötet worden sein. Saadi al-Gaddafi soll sich nach Niger abgesetzt haben, während der Verbleib von Saif al-Islam ebenso wie jener des gestürzten "Revolutionsführers" Muammar al-Gaddafi unklar ist.
APA/red.