Ein Hagel-Unwetter sorgte bei der Vuelta für chaotische Szenen.
Die dritte Etappe von Gruissan nach Font Romeu konnte nicht wie geplant zu Ende gefahren werden. Hagel und Starkregen machten im Finish eine Fortsetzung des Rennens unmöglich.
Für Österreichs Rad-Star Felix Gall ist der Abbruch besonders bitter. Der Osttiroler war mit großen Ambitionen in die erste Bergankunft der Spanien-Rundfahrt gegangen. Nach Rang zwei beim Giro und seinem Gesamtsieg bei der Burgos-Rundfahrt zählt der 28-Jährige zu den Podest-Anwärtern der Vuelta.
Gall hatte nach den ersten beiden Tagen 1:08 Minuten Rückstand auf Gesamtleader Tadej Pogacar. Gerade im schweren Finale der dritten Etappe hätte der Kletterspezialist erstmals die Chance gehabt, im direkten Duell mit den anderen Klassement-Favoriten Zeit gutzumachen.
Doch dazu kam es nicht: Das Wetter machte den Rad-Stars einen Strich durch die Rechnung. Ein heftiger Hagelsturm überraschte die Rad-Stars im Finish am Col de Mont-Louis, ein Berg der ersten Kategorie.
15 Kilometer vor dem Ziel der 174 Kilometer langen Etappe prasselten riesige Hagelkörner auf die Fahrer nieder.
Gall und die anderen Favoriten flüchteten vor dem Unwetter. Die Radprofis suchten Unterschlupf in einem Hotel neben der Strecke, hatten sichtlich mit der Kälte zu kämpfen.
Morgen geht es auf der vierten Etappe in den Bergen von Andorra weiter. Hoffentlich bei besserem Wetter.