Der Kampf um das Vuelta-Podest hat für Felix Gall den ersten kleinen Dämpfer gebracht. Auf der längsten Etappe der diesjährigen Spanien-Rundfahrt wurde das Feld kurz vor dem Ziel auseinandergerissen. Der Osttiroler landete in einer abgehängten Gruppe und büßte weitere Sekunden auf Gesamtleader Tadej Pogacar ein.
Nach 214,3 Kilometern von Monaco nach Manosque kam Gall gemeinsam mit Landsmann Gregor Mühlberger 18 Sekunden hinter Tagessieger Matthew Brennan ins Ziel. Der Brite setzte sich im Sprint durch und feierte damit seinen ersten Etappenerfolg bei einer Grand Tour.
Für Gall bedeutet der Zeitverlust: Nach zwei Tagen liegt der 28-Jährige bereits 1:08 Minuten hinter Pogacar.
Der Slowene zeigte unterdessen einmal mehr, dass er bei dieser Vuelta nicht nur in den Bergen und im Zeitfahren gefährlich ist. Pogacar mischte auch im Sprint um den Tagessieg mit und wurde hinter Brennan und dem Spanier Pau Delgado Dritter.
Bereits zum Auftakt hatte der Superstar ein Ausrufezeichen gesetzt. Pogacar gewann das Zeitfahren in seiner Wahlheimat Monaco hauchdünn und übernahm damit früh die Kontrolle über die Rundfahrt.
In der Gesamtwertung führt der 27-Jährige nun neun Sekunden vor Wout van Aert. Der Belgier versuchte kurz vor dem Ziel noch mit einer Attacke für Unruhe zu sorgen, konnte Pogacar aber nicht abschütteln.
Aus rot-weiß-roter Sicht liegt nach zwei Etappen überraschend Gregor Mühlberger am besten. Er belegt mit 1:01 Minuten Rückstand Rang 63 und liegt damit drei Plätze vor Gall.
Michael Gogl kam als 134. ins Ziel und ist in der Gesamtwertung 112. (+1:41). Patrick Konrad liegt mit 4:23 Minuten Rückstand auf Platz 161.
Für Gall bietet sich bereits am Montag die nächste Gelegenheit, Zeit gutzumachen. Auf der dritten Etappe wird es erstmals richtig bergig. Im Finale wartet mit dem Col de Mont-Louis ein Anstieg der ersten Kategorie, danach geht es weiter bergauf Richtung Font Romeu.