Die nächsten Schritte

Game over: Wie es jetzt bei Benko weitergeht

Bei Signa steht nach Milliarden-Verlusten ein harter Sanierer ante portas. Noch am Wochenende sollen die entsprechenden Papiere unterzeichnet werden.

Game over: Wie es jetzt bei Benko weitergeht
René Benko steht vor den Trümmern seines Lebenswerks.
GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com

Insider hatten es kommen sehen, spätestens, nachdem sich seine Investoren am späten Donnerstagnachmittag von ihm abgewandt hatten, war das Schicksal besiegelt: Immobilien-Tycoon René Benko wurde bei seiner Signa-Gruppe entmachtet. Laut "Heute"-Infos werden die Papiere, die Benkos Abdanken besiegeln, noch am Wochenende unterzeichnet. Er sei dazu bereit, sagte 15-Prozent-Eigner Hans Peter Haselsteiner am Freitag im ORF-Radio.

Würfel fallen am Weekend

Bereits am Montag soll dann Sanierer Arndt Geiwitz ans Ruder. Benko dürfte mit allem einverstanden sein, erfährt "Heute", der 46-Jährige fordere dem Vernahmen nach, dass die Gesellschafter sich zu einer Finanzspritze für Signa verpflichten – um so zur Rettung des heruntergewirtschafteten Unternehmens beizutragen. Er selbst hatte schon seit Jahren keine operative Funktion mehr inne. Trotzdem liefen alle Fäden bei ihm zusammen. Über direkt und indirekt von ihm gehaltene Anteilsmehrheiten an der Signa-Holding mischte er bei großen Deals immer wieder mit. Zuletzt mehrten sich Beschwerden seiner Investoren, die mangelnde Transparenz bei den Geschäftsgebahren anprangerten.

Wie es mit dem operativen Chef der Signa – Christoph Stadlhuber weitergeht – steht indes in den Sternen. Insider erwarten, dass Geiwitz auch personelle Maßnahmen ergreift. Wie weitreichend diese sein werden, war vorerst nicht in Erfahrung zu bringen. 

Neun Granden im Beirat

Auch, was mit dem prominenten Beirat der Signa passiert, ist voerst ungewiss. Unter bisherigem Vorsitz von Benko umfasst dieses Gremium neun honorige Personen unterschiedlichster politischer Coleurs, darunter Ex-SPÖ-Kanzler Alfred Gusenbauer, Wüstenrot-Chefin Susanne Riess-Hahn, Ex-Casinos-Chef und ÖOC-Präsident Karl Stoss, Ex-Banker Karl Sevelda. Der Beirat hat keine operativen Funktionen in der Signa, die Mitglieder galten als strategische Berater des Unternehmens.

Wie geht es nun also weiter? Auf Sanierer Geiwitz, der sich bisher noch nicht öffentlich äußern wollte, kommt eine Mammut-Aufgabe zu. Denn das Signa-Firmengeflecht ist äußerst komplex, bis zu 1.000 Unternehmen sind dort auf verschiedenen Ebenen angesiedelt. Geiwitz ist bereits als Berater aktiv, soll nun weitreichende Kompetenzen zugebilligt bekommen ...

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