Studienfach für Gamer: Run auf FH-Plätze

Stadtrat Peter Hanke (M.) mit Studienleiter Kai Erenli (2. v. li.) und Eva Schiessl-Foggensteiner, Geschäftsführerin der FH des BFI Wien (2. v. re.)
Stadtrat Peter Hanke (M.) mit Studienleiter Kai Erenli (2. v. li.) und Eva Schiessl-Foggensteiner, Geschäftsführerin der FH des BFI Wien (2. v. re.)PID / David Bohmann
Seit Oktober bietet die FH des BFI Wien den Studiengang "Interactive Media und Games Business" an. Alle Plätze waren in kürzester Zeit überbucht.

Kaum eine andere Branche boomt so stark wie Gaming. Angefangen bei AAA-Spielen bis hin zu dem wirtschaftlich immer bedeutender werdenden E-Sports. Das Potenzial von Gaming haben auch Unternehmen erkannt, die zunehmend für ihre Ausbildung auf die Tools aus dem Gaming setzen. "Wie Gaming in diesem Bereich eingesetzt werden kann, welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen und wo der Einsatz sinnvoll und zielführend ist, lernen unsere Studierenden", erklärt Kai Erenli, Studienleiter an der Fachhochschule.

Fachkräfte dringend gesucht

Seit dem Wintersemester 2020/21 bietet die FH des BFI Wien am Standort Media Quarter Marx (MQM) den neuen Bachelor-Studiengang "Interactive Media und Games Business" (IMGB) an. Damit sollen Studierende eine fundierte und praxisnahe Ausbildung für eine Karriere in der Kreativwirtschaft erhalten. Der Fokus liegt auf interaktiven Medien wie Games und immersiven Umgebungen. Die FH des BFI Wien setzt mit der Auflage des neuen Studiengangs wichtige Impulse in Richtung Innovation sowie digitaler Transformation und forciert zugleich die Ausbildung in einem Berufsfeld mit akutem Fachkräftemangel. "Digitalisierung und Innovation hat in Wien einen besonders hohen Stellenwert. Auf dem Weg zur Digitalisierungshauptstadt Europas braucht es vor allem eine fundierte Ausbildung für junge Talente. Mit dem neuen Studiengang können wir diese ab sofort in Wien anbieten und bilden dringend benötigte Fachkräfte für den Markt aus. Für die Wiener Kreativwirtschaft und den Wirtschaftsstandort Wien ist das ein wichtiges Signal", so Digitalisierungsstadtrat Peter Hanke (SPÖ).

Studienplätze waren heiß begehrt

Das Angebot des neuen Studiengangs traf offenbar auch in Bezug auf die Bewerber den Nerv der Zeit. Die 25 angebotenen Studienplätze waren innerhalb kurzer Zeit mehrfach überbucht. Dieser Erfolg freut Eva Schiessl-Foggensteiner, Geschäftsführerin der FH des BFI Wien: "Es ist nicht selbstverständlich, dass ein neuer Studiengang vom ersten Semester an gleich auf so großes Interesse bei Bewerberinnen und Bewerber stößt, schließlich gibt es ja noch keine Erfahrungen anderer Studentinnen und Studenten. Dieser Erfolg zeigt deutlich, dass wir mit unserer Strategie, innovative und zukunftsträchtige Studiengänge anzubieten, um jungen Menschen auf die Anforderungen der Digitalisierung vorzubereiten, richtigliegen." Einziger Wehrmutstropfen sei, dass die FH des BFI Wien aufgrund der limitierten Plätze nicht alle Talente aufnehmen konnte. Die gute Nachricht ist: die Bewerbung für das Studienjahr 2021 ist eröffnet, so Schiessl-Foggensteiner.

Jobperspektiven für einen boomenden Markt

Die Studiendauer beträgt sechs Semester in der Zeit von montags bis donnerstags jeweils tagsüber und findet in Vollzeitform statt. Die Schwerpunkte der Ausbildung liegen in Medientechnik und Medieninformatik, Game Engines (z. B. 3D-Game-Studio, CryEngine, Unreal Engine, Unity), Produktionssoftware für digitale Animations- und Tricktechnik, Digitale Studiotechnik und (360-Grad-)Kameratechnik und -systeme.

Absolventen stehen Jobs etwa als Producer Game (Department), Supervisor, Game- & Medienmarketing-Berater, Interactive-Media-Manager, Junior Artist Line-Producer, Online-Marketing-Manager und Produktionsleiter Games offen.

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