Coronavirus

Ganz Österreich bleibt Corona-rot, Wien bald orange?

Die Ampel-Kommission entschied, dass trotz rückläufiger Zahlen das gesamte Bundesgebiet zum Jahreswechsel auf Rot geschaltet bleibt. 
Michael Rauhofer-Redl
30.12.2020, 18:40

Die Entscheidung nicht wenigstens einzelne Bezirke auf Orange zurückzustufen fiel am Mittwoch von der zuständigen Corona-Ampel-Kommission. Dabei gibt es mit Wien und dem Burgenland sogar zwei Bundesländer, die auf Grund rückläufiger Zahlen als Orange-Kandidaten galten. Sie könnten die ersten Regionen werden, die sich im neuen Jahr über eine Rückstufung freuen dürfen.

Das Burgenland etwa weist gleich vier Bezirke auf, deren absolute Fallzahl unter 100 pro 100.000 Einwohner liegt. Oberpullendorf verzeichnet mit 34,8 gar den niedrigsten Wert in der gesamten Republik. Dahinter liegt Innsbruck-Stadt, einst massiv von der Pandemie betroffen, mit 48,5 sowie Hollabrunn (NÖ) mit einem Wert von 60,7. 

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Vergleicht man die Bundesländer miteinander so darf sich das Burgenland mit einem Gesamtwert von 102,2 über die Spitzenposition freuen. Am zweiten Rang liegt die Bundeshauptstadt mit einem Wert von 114,2. Am höchsten ist der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz derzeit übrigens in Salzburg mit 268,3. Auf Bezirksebene weist Hermagor (Ktn.) mit 570,5 einen erschreckend hohen Wert auf. 

Wien steht gut da

Auch andere Parameter stellen Kärnten derzeit kein gutes Zeugnis aus. Was die Positivraten, also die Anzahl der positiven Fälle verglichen zu den durchgeführten Tests, anbelangt, liegt Kärnten mit 31,1 Prozent auf dem unerfreulichen ersten Platz. Das bedeutet, dass fast ein Drittel aller durchgeführten Tests in Kärnten positiv ausfällt. Das weist einerseits auf eine hohe Durchseuchung aktuell im südlichsten Bundesland hin, andererseits darauf, dass offenbar großteils Menschen mit Symptomen getestet werden.

In Wien, wo man augenscheinlich deutlich testfreudiger ist, liegt dieser Wert gerade einmal bei 1,9 Prozent. Aber auch jene risikoadjustierte Zahl, die zwar offiziell nicht mehr ausgewertet aber intern noch erhoben wird, bei der auch Parameter wie die Zahl der Tests, die Zahl der positiv Getesteten und die Altersstruktur der Erkrankten errechnet, legt nahe, dass die Bundeshauptstadt auf dem besten Wege ist rasch wieder orange zu werden.