Ganz Rom jagt zwei drogensüchtige Killer

Nach einem brutalen Raubüberfall auf eine chinesische Familie in Rom, bei dem der 31-jährige Vater und seine sechs Monate alte Tochter auf offener Straße erschossen wurden, wächst in Rom die Sorge wegen der wachsenden Gewalt in der italienischen Hauptstadt.

130 Polizisten sind derzeit auf der Jagd nach den beiden vermutlich drogensüchtigen Killern, die am Mittwochabend einem chinesischen Ehepaar auflauerten, das gerade sein Geldüberweisungsbüro mit den Tageseinnahmen von 10.000 Euro verließ. Nachdem der Mann sich weigerte, das Geld herauszurücken, eröffneten die mit Pistolen bewaffneten Angreifer das Feuer.

  Der Ehemann wurde von einem Schuss in die Brust getroffen, während eine weitere Kugel die sechs Monate alte Tochter tödlich traf, die der Mann im Arm hielt. Die Frau liegt verwundet und schwer geschockt im Krankenhaus. "Es waren Bestien", erzählte sie den Ermittlern. Die Carabinieri fanden mittlerweile die Handtasche, die die Täter der Chinesin entrissen hatten. Darin befand sich das gestohlene Geld.

Kriminalität nimmt zu

36 Morde wurden seit Anfang 2011 gemeldet. Im Jahr 2010 waren es 25. Der römische Bürgermeister Gianni Alemanno kündigte eine scharfe Offensive für mehr Sicherheit in der 3,5-Millionen-Metropole an und verlangte strengere Regeln bei der Vergabe von Waffenlizenzen.

"Es gibt zu viele Pistolen, Waffen- und Drogenhandel sind außer Kontrolle. Kleinere und größere Banden fühlen sich in einigen Vierteln als Herrscher des Territoriums. Das ist inakzeptabel", kommentierte Alemanno. Im Innenministerium fand ein Gipfeltreffen zum Thema Sicherheit statt. Dabei wurden die von der Kriminalität am stärksten gefährdeten Stadtvierteln unter die Lupe genommen.

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