Ganzes Land Rot auf der Corona-Ampel – und neue Sorgen

Eine rote Ampel. (Symbolbild)
Eine rote Ampel. (Symbolbild)Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Donnerstag ist Ampel-Tag. Ganz Österreich bleibt einmal mehr Rot. Bad News: Vorarlberg, das Öffnungen wagte, weist die schlechteste Entwicklung auf. 

Keine positiven Entwicklungen gab es in der vergangenen Woche: Die Corona-Ampel bleibt auch weiterhin im ganzen Land Rot. Das geht aus dem aktuellen Arbeitsdokument der zuständigen Kommission hervor.

Jedes einzelne Bundesland ist mittlerweile weit vom Grenzwert 100 pro 100.000 Einwohner entfernt. Dabei hat jenes Bundesland, welches erst kürzlich wieder auf Rot geschaltet wurde, vergangene Woche die schlechteste Entwicklung hinsichtlich der Fallzahlen gemacht: Vorarlberg. Hier wurden vor einigen Wochen die ersten Öffnungsschritte in beispielsweise der Gastronomie getätigt. Doch auch das viele Testen -  im "Ländle" am meisten getestet - hat zu dieser Entwicklung der Zahlen geführt. 

Ganz Österreich seit 2 Wochen Rot

Mittlerweile zur zweiten Woche in Folge ist das gesamte Land wieder komplett rot auf der Corona-Ampel. Zwischenzeitlich hatten Wien, Oberösterreich und Vorarlberg orange Phasen, alle anderen Länder sind seit Monaten unverändert auf der höchsten Gefährdungsstufe der Ampel. 

Allerdings muss erwähnt werden, dass es vergangene Woche (im 14-Tagesvergleich) etliche Gebiete gegeben hat, in denen die Infektionszahlen zurückgegangen sind. Allerdings muss angemerkt werden, dass dies den Ferien zu verdanken ist, da hier z.B. die regelmäßigen Tests an Schulen weggefallen sind. Dennoch ist beachtlich, dass der Trend im Burgenland, der Steiermark und Salzburg im zweistelligen Prozentbereich in die "richtige Richtung" geht, berichtet die APA am Donnerstag. Lediglich in Vorarlberg ist ein Aufwärtstrend in die "falsche Richtung" zu beobachten gewesen - dafür aber gleich um satte 24 Prozent.

Westen hat beste 7-Tage-Inzidenz

Bezüglich der 7-Tage-Inzidenz zeigt sich im bundesweiten Vergleich, dass der beste Wert in der vergangenen Woche ganz im Westen verzeichnet wurde. Jener lag hier bei 126,2. Unter 200 ist sonst nur noch die Steiermark mit 177,1.

 Den höchsten Wert registrierte man in der Bundeshauptstadt. Bei 310,6 belief sich hier die 7-Tage-Inzidenz.

Beim Blick auf die Bezirke zeigt sich, dass Scheibbs mit einer Inzidenz von 466 den schlechtesten Wert aufweist. Den Bestwert hingegen "erzielte" Bludenz mit 110,8. Zu erwähnen ist an dieser Stelle die burgenländische Freistadt Rust, die vergangene Woche keine Neuinfektion verzeichnete.

Hinsichtlich der risikoadjustierten Inzidenz, die auch andere Faktoren wie das Alter der Patienten einbezieht, befinden sich Ober- und Niederösterreich in einer noch ungünstigeren Situation als Wien, heißt es weiter. 

90% britische Mutation

Noch ein schockierender Wert: Die infektiöseren und gefährlicheren Virus-Varianten - wie etwa die britische - haben mittlerweile in allen Bundesländern Werte um rund 90 Prozent erreicht.

Hinsichtlich der Testungen zeigen sich im Bundesländer-Vergleich große Unterschiede In Vorarlberg, wo negative Tests Voraussetzung etwa zum Gastronomie-Besuch sind, wird hier am meisten unternommen. Gezählt wurden über 43.000 Tests auf 100.000 Einwohner. Knapp dahinter liegt Tirol. Hingegen am schlechtesten schneidet hier Kärnten ab, mit nur etwa 8.700 Tests pro 100.000 Personen - das Bundesland im Süden verzeichnet also nur ein Fünftel des Vorarlberger Werts.

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