"Mein Sohn besucht seit September 2024 die erste Klasse der Berufsschule für Kraftfahrzeugtechnik in Wien 21. Trotzdem diese Berufsschule als Ganztagesschule geführt wird und in einem reinen Industriegebiet liegt, in welchem weit und breit keine Möglichkeit besteht, Essen zu kaufen, gibt es an der Schule kein Buffet", so ein besorgter Vater zu "Heute".
Lediglich vier Automaten mit diversen Semmeln und Getränken gibt es in der Schule. "Von einer ausgewogenen Ernährung kann hier leider nicht die Rede sein. Geschweige denn, von einer warmen Mahlzeit. Wie sollen sich Jugendliche an einer Schule konzentrieren können, wenn sie nicht einmal ordentlich essen können?", fragt sich der Mann.
"Dem Fass den Boden ausgeschlagen hat jedoch die Tatsache, dass mein Sohn eine drei Tage abgelaufene Schinkensemmel gegessen hat. Leider hat er nicht sofort auf das Ablaufdatum geschaut – was man jedoch von einem hungrigen Schüler, welcher in der Früh hastig eine Semmel essen möchte, nicht erwarten kann."
In der Vergangenheit haben sich mehrere Eltern bei "Heute" über die Versorgungssituation ihrer Kinder an Wiener Schulen besorgt und traurig gezeigt. An vielen Schulen gibt es kein warmes Mittagessen.
An anderen Schulen wird den Kleinen die Mahlzeit in billigstem Plastikgeschirr vorgesetzt. Und wenn es an Schulen warmes Essen gibt, schmeckt es oft gar nicht und die Kids weichen auf Chips und Döner aus.
Eine Initiative aus den Organisationen Zukunft Essen, der Volkshilfe, Sipcan und Netzwerk Kinderrechte geht davon aus, dass an 32 Prozent der Schulen in Österreich keine Möglichkeit auf ein warmes Mittagessen besteht, das betreffe 150.000 Kinder. (Stand August 2024)