Diese GPS-Uhr zählt nicht nur die heiteren Stunden

"Heute" durfte die neue Smartwatch Garmin fenix 6X Pro Solar testen. Und war von dem Modell absolut begeistert.

Der Jahreswechsel und die damit verbundenen guten Vorsätze bringen es wie immer mit sich, dass ambitionierte Hobbysportler wie die Schwammerln aus dem Boden wachsen. Nie sieht man auf den bekannten Laufstrecken mehr neue Gesichter als an den ersten kalten Jänner-Tagen.

Mittlerweile ebenso essenziell wie die richtigen Schuhe ist für Anfänger wie auch für erfahrene Läufer eine Smartwatch, die sportliche Aktivitäten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen tracken und aufzeichnen kann und im Idealfall gleich auch so verarbeitet, um dem Sportler anhand der erbrachten Leistung richtige Tipps für besseres Training und Leistungssteigerung mitteilen zu können.

Die neue Garmin fenix 6X Pro Solar ist so ein Personal Coach am Handgelenk, der "Heute" bei einigen schweißtreibenden Outdoor-Aktivitäten begleiten durften.

Optik und Tragekomfort

Was bei der Garmin fenix 6X Pro Solar sofort ins Auge sticht, ist das 1,4 Zoll große Display. Größer als bei den bisherigen fnix-Modellen bietet sich damit auch mit schweißverklebten Augen ein guter Blick auf die ausgewiesenen Daten. Durch die dunkle Titan-Lünette erhält die Uhr einen edlen Anstrich, der bei vergleichbaren Modellen oft fehlt. Dank der von Garmin schon bekannten Möglichkeit, das Display nach den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen einzurichten, sowie den in vielen Farben und Materialien erhältlichen Quickfit-Armbändern lässt sich die fenix 6 Pro optisch recht individuell gestalten. Die 82 Gramm spürt man anfangs schon am Handgelenk, doch gewöhnt man sich schnell daran.

Bedienung

Wer schon einmal eine Garmin umgeschnallt hat, dem braucht man die kinderleichte Bedienung nicht wirklich näher zu bringen. Mit den fünf Knöpfen lässt es sich schnell und einfach durch die wichtigsten Menüpunkte navigieren. Nach ein paar Einsätzen beherrschen auch Neulinge das Durchklicken im Blindflug.

Das Koppeln mit einem Brustgurt (obwohl die Herzfrequenzmessung auch unter Wasser funktionieren soll) und das Synchronisieren mit der Garmin Connect App sind ebenfalls äußerst leicht handzuhaben.

Im Einsatz

Es gibt (fast) nichts, was man mit der Garmin fenix 6X Pro Solar nicht tracken kann. Vom nachmittäglichen Spaziergang über die Atemzüge pro Minute bis hin zum Monatszyklus lässt sich alles mit der Uhr aufzeichnen und analysieren. Zugegeben, die vorinstallierten Karten von 2.000 weltweiten Skigebieten und die 41.000 Golfplätze wird wohl kaum jemand alle direkt vor Ort benötigen, der nicht über ein Privatvermögen in den Höhen von Jeff Bezos oder Elon Musk verfügt. Ein nettes Gimmick stellen sie allerdings schon dar.

Für den täglichen Gebrauch wichtig sind vor allem punktgenaues GPS, eine ebenfalls ziemlich akkurate Herzfrequenzmessung am Handgelenk und einen Beschleunigungsmesser. Die Basics bringt die Garmin fenix 6X Pro Solar mit, darüberhinaus gibt es noch ein Barometer, einen Kompass, ein Gyroskop, ein Thermometer sowie ein Pulsoxiometer, das die Sauerstoffsättigung des Blutes misst.

All diese Sensoren und Funktionen verbrauchen Akkuleistung. Doch die kann sich sehen lassen. Bis zu 24 Tage Akkulaufzeit werden vom Hersteller versprochen, wenn man die Solarladung miteinberechnet. Hier kommt die wohl spektakulärste Neuerung von Garmin ins Spiel.

Im Display mit 3,56 Zentimeter Durchmesser ist eine Solar-Ladelinse eingebaut, die die Sonnenstrahlen einfängt und sie in Energie für die Uhr umwandelt. Bei normalem Gebrauch als Hobbysportler reicht es vollkommen, die Garmin einmal in der Woche für ein, zwei Stunden über das USB-Kabel an einem Computer aufzuladen. So wird das Ding auch regelmäßig upgedated und mit der Garmin Connect App synchronisiert. Dort lassen sich die gesammelten Daten in gewohnter Weise übersichtlich und vor allem verständlich auslesen. Positiv beim Akku zu erwähnen ist außerdem, dass man nun statt einer Prozentangabe einen tatsächliche Zeitangabe in Tagen bzw. Stunden angezeigt bekommt, wie lange der Saft noch reicht.

Ein weiterer Highlight auf der Garmin fenix 6X Pro Solar ist das Trendline Popularity Routing. Eigentlich schon beim Vorgängermodell vorgestellt, funtioniert es auf dem 6er-Modell erstmals auch am Handgelenk. Speziell an Orten, an denen man neu ist und die Umgebung nicht so gut kennt, ist dieses Feature äußerst hilfreich. Anhand von unzähligen gelaufenen Garmin Connect Kilometern bekommt man von der Uhr beliebte Strecken und Routen vorgeschlagen. Auch auf vertrautem Terrain kann man sich so auf neue Wege leiten lassen.

Mit der PacePro-Funktion lässt sich die Geschindigkeit vor dem Antritt des Laufes oder der Radtour dynamisch einstellen. Die Uhr meldet dann während der Tätigkeit, ob man zu schnell oder zu langsam ist.

Einem fordernden, aber vor allem effizienten Training steht mit der Garmin fenix 6X Pro Solar absolut nicht im Wege, sobald man den inneren Schweinehund besiegt hat.

Fazit

Die erste Frage bei der Garmin fnix 6X Pro Solar lautet, warum man sich einen Smartwatch um so viel Geld überhaupt zulegen soll. Der vom Hersteller empfohlene Verkaufspreis liegt bei Euro 949,99 mit Silikonarmband. Wenn man sich für die Ausführung mit Titanarband entscheidet kommen noch Euro 150,- dazu. Warum denn nicht, lautet die ebenso einfache wie ehrliche Antwort. Man schafft sich damit einen alltäglichen Begleiter an, der erstens extrem gut und edel aussieht, zweitens das momentane Nonplusultra am Markt darstellt, drittens auf einen jahrelangen Gebrauch konzipiert ist und viertens extrem einfach zu bedienen ist. Die Modelle der fenix 6er-Serie gibt es auch ohne Solar-Linse, hier um einiges billiger.

So wie schon die Vorgängermodelle kann man auch hier bei gekoppeltem Smartphone WhatApp-Nachrichten, Emails, usw. direkt auf der Uhr lesen. Ebenfalls einrichten lässt sich die Garmin Pay Funktion, mit der man an so gut wie jeder Kassa kontaktlos bezahlen kann. Auch musikalisch wird einiges geboten - bis zu 2.000 Liedern bietet der Speicherplatz der Uhr Platz. Auch Spotify, Deezer und Amazon laufen reibungslos über die Uhr.

Darüber hinaus gäbe es noch so viel über die Garmin fenix 6X Pro Solar zu erzählen. Am besten, man schnallt sich das Ding für ein paar Trainingseinheiten um, verliert sich beim Herumspielen mit den unzähligen sich bietenden Möglichkeiten und lässt sich schlussendlich so von der Notwendigkeit überzeugen, unbedingt diese Uhr zu besitzen zu müssen.

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Maria Theresia von ÖsterreichDigitalisierungLaufstrecken

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