Digital

Garmin Instinct ist der Smartwatch-Panzer

Wir haben die robuste Outdoor-Smartwatch über mehrere Wochen lang auf alle ihre Funktionen getestet.

Heute Redaktion
Teilen

Mit der "Instinct" hat das Schweizer Technikunternehmen Garmin vor einigen Monaten eine Smartwatch für alle jene Sportler auf den Markt gebracht, die ihren Aktivitäten gerne im Freien und unter Bedingungen abseits der Norm nachkommen.

Optik und Tragekomfort

Man sieht der "Instinct" auf den ersten Blick an, dass sie für gröbere Aufgaben geschaffen worden ist. Entwickelt wurde sie nach dem US-Militärstandard 810G. Ausrüstung und Geräte von Soldaten werden anhand der Norm auf extreme Temperaturen, Luftdruck, Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Chemikalien, Gravitationskräfte und Vibrationen getestet.

Ob man als normalsterblicher Hobbysportler bei einem Waldlauf so ein auf Herz und Nieren geprüftes Gerät braucht, sei einmal dahingestellt. Denn trotz ihres zugegebenermaßen etwas klobigen Aussehens ist die "Instinct" am Handgelenk kaum merkbar. Sie ist extrem leicht und das angenehme Silikonarmband sorgen für einen guten Sitz. Anthrazit, grau und rot sind die drei Farben, die beim Kauf der "Instinct" zur Wahl stehen.

Das Display lässt sich in wenigen Schritten individuell anpassen. Uhrzeit, Datum, Akku-Lebensdauer, Herzfrequenz, Sonnenauf- und Sonnenuntergangs-Zeitpunkte sind nur einige der vielen Möglichkeiten, über die man sich auf einen Blick aufs "Ziffernblatt" informieren kann.

Bedienung

Wer schon einmal eine Smartwatch aus dem Hause Garmin besessen hat, der findet über die fünf Bedienungsknöpfe am Gehäuse sofort und einfach Zugang zur Uhr. Auch Einsteiger, die sich erstmals für eine Garmin entschieden haben, erschließt sich die Handhabung nach dem Lesen der Bedienungsanleitung und ein paar Herumdrückereien spielerisch einfach.

Im Einsatz

Laufen, Schwimmen, Skifahren, Indoor-Rudern, Yoga,... der Liste an Aktivitäten, die man mit der "Instinct" aufzeichnen kann, ist keine Grenze gesetzt. Wer, wie weiter oben schon erwähnt, schon einmal eine Garmin Smartwatch sein Eigen nennen durfte, weiß die Qualität des technischen Gerätes sowieso zu schätzen.

Mit GPS, GLONASS und Galileo kann man auf drei Satellitennetzwerkfunktionen zurückgreifen. Sollte man sich also einmal in der sibirischen Tundra verlaufen, kann man mit der TracBack-Funktion sicher an den Ausgangspunkt der Reise zurücknavigieren. Ein barometrischer Höhenmesser sowie ein 3-Achsen-Kompass erleichtern die Aufgabe zusätzlich.

Nachdem man sich im täglichen Leben allerdings eher selten in solchen Ausnahmesituationen wiederfindet, beschränkte sich unser Test aufs Laufen, Radfahren und Schwimmen. Bei den ersten beiden erwähnten Tätigkeiten wird neben den GPS-Daten auch die Herzfrequenz aufgezeichnet. Man kann von der optischen Herzfrequenzmessung halten was man will, für das Training von ambitionierten Hobbysportlern ist sie alle Mal ausreichend. Wer auch beim Schwimmen (hallo, liebe Triathleten!) wissen will, in welcher Frequenz das Herz das Blut durch den Körper pumpt, der muss die "Instinct" mit einem Brustgurt koppeln.

Die "Instinct" ist bei keiner der drei oben genannten Sportarten in irgendeiner Art und Weise hinderlich oder störend. Sie zeichnet das Training störungsfrei auf und bietet, je nach individuell gestaltetem Display-Design (siehe weiter oben) einen Überblick über wichtige Infos wie Geschwindigkeit, zurückgelegte Distanz oder Herzfrequenz.

Apropos Koppeln. Mittels der Garmin Connect-App lässt sich jeder Trainingsfortschritt entweder in Echtzeit oder nach erfolgreichem Ende der Aktivität per Bluetooth-Verbindung auf das Smartphone spielen. Dort sind die Leistungen dann noch detaillierter und grafisch schöner aufbereitet ablesbar.

Dort findet man dann auch Dinge wie den Schlafrhythmus, die tägliche Stresszeit und die pro Tag zurückgelegten Schritte und absolvierten Stockwerke. Ein Grund mehr, sich auch im Bett nicht von der "Instinct" zu trennen.

Fazit

Die Garmin "Instinct" ist jedem fleißigen Hobbysportler, der sich mehr als einmal pro Monat die Laufschuhe schnürt oder in die Pedale tritt, schwer ans Herz zu legen. Die unfassenden Funktionen machen sie zu mehr als nur einem sportlichen Begleiter in fast allen Lebenslagen. Optisch passt sie sowohl zu ärmellosem Laufleiber als auch zu Sakko samt Hemd und Krawatte.

Mit einem Verkaufswert von 300 Euro liegt sie außerdem noch im unteren Preisegment von Smartwatches.