Gary Numan, einer der einflussreichsten Musiker der elektronischen Musik, sieht sich mit schweren gesundheitlichen Problemen konfrontiert. Vor allem sein Gehör hat unter der jahrzehntelangen Belastung durch laute Musik stark gelitten.
Numan, der Ende der 1970er/Anfang der 1980er-Jahre mit Hits wie "Cars" oder "Are 'Friends' Electric?" die Branche revolutionierte, sprach kürzlich in einem Podcast erstmals offen über sein eingeschränktes Hörvermögen. Im Gespräch erklärte er, mittlerweile zu 90 Prozent taub zu sein – ein Umstand, der seinen Alltag massiv beeinflusst.
Wie "Watson" berichtet, schilderte der 68-Jährige im Podcast "I'm ADHD! No You're Not", dass jahrelange Auftritte und die hohe Lautstärke auf der Bühne sein Gehör dauerhaft geschädigt haben. Besonders Verstärker und Bühnenlärm hätten Spuren hinterlassen.
Das eingeschränkte Gehör hat für den Musiker auch konkrete Folgen: So musste er sein großes Hobby, den Kunstflug, aufgeben. In den 1980er- und 1990er-Jahren war Numan leidenschaftlicher Pilot, doch die Anforderungen an Konzentration und Wahrnehmung seien für ihn nun nicht mehr erfüllbar.
Auch privat durchlebt Numan schwierige Zeiten. Seine Ehefrau Gemma ist nach einer Wirbelsäulenoperation teilweise gelähmt und befindet sich weiterhin in medizinischer Behandlung.
Gemeinsam mit den drei Töchtern lebt die Familie eigentlich in Los Angeles; die Operation fand jedoch in London statt, wo Numan seine Frau unterstützte.
Mit Hits wie "Cars" und "Are 'Friends' Electric?" prägte Gary Numan die Musikgeschichte nachhaltig.
2013 gelang ihm mit dem Album "Splinter – Songs from a Broken Mind" ein vielbeachtetes Comeback. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme bleibt sein Einfluss auf die elektronische Musik unbestritten. Ab Juli ist er auf großer UK- und Europa-Tournee – leider ohne Österreich-Termin.