Gas-Gangster (61) bereut: "Nur ich sollte sterben"

Maciej W. wollte in diesem Haus sterben.
Maciej W. wollte in diesem Haus sterben.LPD Wien, Auer
Maciej W. hätte durch eine Gasexplosion beinahe mehrere Menschen mit in den Tod gerissen, jetzt spricht er erstmals über sein verpfuschtes Leben.

Wegen der drohenden Delogierung und finanzieller Schieflage hatte Maciej W. (61) Mitte Juli in Wien-Ottakring die Gasleitung seiner Wohnung manipuliert. Nur durch das bedachte Handeln eines Schlossers und Glück flog das Miethaus nicht in die Luft („Heute“ berichtete).

"Es tut ihm sehr leid"

Jetzt sprach der Pole über seinen Anwalt Andreas Reichenbach erstmals aus der U-Haft: „Er war wegen seines verpfuschten Lebens und Alkoholismus am Ende. Da leitete er die Gaszufuhr ein, scheiterte aber mit dem Suizidversuch. Frustriert und völlig gedankenlos verließ er die Wohnung, dachte dabei weder an Mieter noch ans Gas. Und das tut ihm auch sehr leid", so der Verteidiger nach dem Besuch in der Justizanstalt Josefstadt am Donnerstagnachmittag.

Pole betrank sich in Parks

Tagelang streunte der Pole durch Parks, betrank sich, kehrte auch zur Wohnung zurück (Anm.: nur war das Schloss bereits getauscht und er konnte nicht mehr in die Wohnung) und zog weiter frustriert durch Wien. Schließlich erreichte die Polizei Maciej W. am Handy, doch der Pole kam nicht wie vereinbart zur Einvernahme. Aber die Exekutive konnte den Polen via Handy orten und ihn schließlich nach vier Tagen bei der Thaliastraße festnehmen - mehr dazu hier.

Verteidiger Andreas Reichenbach.
Verteidiger Andreas Reichenbach.(Bild: Daniel Schreiner)

Dem Osteuropäer droht jetzt wegen mehrfachen Mordversuches (vier Personen sind dabei namentlich genannt und mehrere unbekannte etwaige Opfer) eine lebenslange Haftstrafe. Zudem wurden auch mehrere Gutachten in Auftrag gegeben.

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