Gastro-Öffnung für viele Betriebe allerletzte Chance

Die Zeichen stehen gut, dass Gastro bald wieder öffnen kann.
Die Zeichen stehen gut, dass Gastro bald wieder öffnen kann.Jeff Mangione / KURIER / picturedesk.com
Seit Mitte der Woche gibt es konkrete Hoffnungen, dass die Gastronomie bald wieder öffnen darf. Laut Spartensprecher Dobcak wäre es höchste Zeit. 

Mitte der Woche erfreute die Nachricht, dass die Öffnung der Gastronomie unter strengen Auflagen wieder bevorstehen dürfte, wohl nicht nur Gastronomen, sondern auch all jene, die sich schon wieder auf ein geselliges Beisammensein freuen. Auch wenn noch kein fixes Datum für den Restart bekannt gegeben wurde, zeichnet sich eine ähnliche Regelung, wie sie etwa schon beim Friseur oder sonstige körpernahe Dienstleister gängige Praxis ist, ab. Konkret werden folgende Elemente zwingend erfüllt sein müssen, um eine Öffnung von gastronomischen Betrieben ermöglichen zu können. 

➤ FFP2-Masken
➤ Abstand halten
➤ Hygienemaßnahmen
➤ Eintrittstests
➤ Sperrstunde 23 Uhr

"Gastronomiesterben" befürchtet

Peter Dobcak, der Spartenobmann der Gastronomie der Wirtschaftskammer Wien erklärte nun, wie er zur möglichen Öffnung der Gastronomie steht. In einem Appell an die Bundesregierung plädierte er dabei für eine baldige Öffnung. Die Wirte hätten nicht nur mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, auch mental sei es um viele in der Branche nicht rosig bestellt. Die finanzielle Unterstützungen der Bunderegierung seien gut, wie Dobcak im Interview mit dem Nachrichtensender Puls24 betonte.

Allerdings ging mit dieser Aussage auch die Bitte an die Banken einher, dass schon bald fällige Überbrückungskredite erneut gestundet werden sollen. Die Wirte bräuchten nach der Öffnung etwas Zeit, um sich einen finanziellen Polster schaffen zu können, um den Verbindlichkeiten nachkommen zu können. Wie viele Betriebe die Corona-Krise nicht überstehen werden, hänge von den politischen Rahmenbedingungen ab, führte Dobcak aus. Würde den Gastronomen nicht entgegengekommen werden, rechnet der Obmann mit einem großen "Gastronomiesterben". 20 Prozent aller Gasthäuser müssten dann zusperren, befürchtet er. "Das Verständnis ist enden wollend, weil der Druck immer größer wird und rundherum aufgesperrt wird", sagte er auf die Frage, ob die aktuellen Maßnahmen noch mitgetragen werden.

Ähnlich, wie auch Stefan Ratzenberger, Sprecher der Nachtgastronomie, betont Dobcak die Konzepte, die es für eine reibungslose Öffnung gibt. Er geht davon aus, dass die von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) angekündigte Gipfel zur weiteren Vorgehensweise am 1. März dazu führen wird, die Gastro, etwa unter der Voraussetzung von Eintrittstests, wieder zu öffnen. Denn für Dobcak ist klar: Es sei besser mit Zutrittstests zu öffnen, als gar nicht.

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