Verordnung enthüllt hammerharte neue Corona-Regeln

Die Lockerung des Lockdowns fällt strenger als gedacht aus.
Die Lockerung des Lockdowns fällt strenger als gedacht aus.Ronald Zak / AP / picturedesk.com
Die Regeln für den Gastro-Restart in Vorarlberg liegen nun vor. Die Sperrstunde wurde vorverlegt, auch die FFP2-Regeln überraschen wohl viele.

In Vorarlberg gehen am Montag erste Öffnungsschritte, etwa in der Gastronomie oder auch bei Selbsthilfegruppen, über die Bühne. Am Donnerstagnachmittag wurde nun jene Verordnung vorgelegt, die die diversen Lockerungen reglementiert. Diese fiel in einigen Punkten strenger aus, als bisher kolportiert wurde. So muss etwa zur Überraschung vieler auch am Verabreichungsplatz selbst eine FFP2-Makse getragen werden. Die Sperrstunde wurde um eine Stunde vorverlegt. 

Abstand oder effektive Schutzmaßnahme

"Heute" liegt nun der Verordnungsentwurf vor. Dieser besagt, dass zwischen den Tischen jeweils ein Abstand von zwei Metern hergestellt sein muss. Alternativ dazu kann eine andere, effektivere Trennung eingezogen werden. Die jeweiligen Gruppen dürfen aus maximal vier Personen plus minderjähriger Kinder (maximal sechs Minderjährige) bestehen. Außerdem dürfen sich laut Verordnungsentwurf maximal zwei Haushalte pro Tisch im Restaurant zusammenfinden. Bei Personen aus dem selben Haushalt gibt es keine Personengrenze. Das Modell der Selbstbedienung ist untersagt.

Die vorgelegten Zutrittstests dürfen je nach Art entweder 48 Stunden (Antigen-Schnelltest) oder 72 Stunden (PCR-Test) alt sein. Geöffnet dürfen die gastronomischen Betriebe zwischen 06.00 und 19.00 Uhr haben. Ursprünglich war die Sperrstunde für 20.00 Uhr erwartet gewesen.

Harte Masken-Regel

Auch bei den FFP2-Masken bietet die Verordnung eine Überraschung. Denn war in früheren Verordnungen noch die Rede davon, dass die FFP2-Maske (bzw. deren Vorgänger Mund-Nasen-Schutz) überall nur nicht am Verabreichungsplatz zu tragen ist, fehlt dieser Passus. Es heißt schlicht: "Kunden haben eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil oder eine Maske mit mindestens gleichwertig genormten Standard zu tragen und gegenüber Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben oder der Besuchergruppe angehören, einen Abstand von zwei Metern einzuhalten."

Neos üben Kritik, SPÖ gab nach

Kritik an dieser Maßnahme kommt von Neos-Gesundheitssprecher Gerald Loacker. Der gebürtige Dornbirner ärgerte sich gegenüber der APA darüber, dass man den Unternehmen die Vorbereitungen noch zusätzlich erschwere. Auch, dass die Verordnung so kurzfristig vorgelegt wurde, missfällt dem Nationalratsabgeordneten. 

Beschlossen werden soll diese Verordnung am Freitag um 12.00 Uhr. Dieser Entscheidung ging ein langer Streit voraus. Am Ende gab die SPÖ ihre Blockade auf. Das aber nur deshalb, weil der grüne Vizekanzler Werner Kogler zusagte, anstelle des erkrankten Gesundheitsministers Rudolf Anschober (Grüne) ins Parlament zu kommen. 

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