Wirtin will heute Bar öffnen, diese Strafe droht ihr

Bar-Chefin Alexandra Pervulesko (51) ist verzweifelt, ihre finanzielle Situation zwingt sie dazu ihre Bar aufzumachen.
Bar-Chefin Alexandra Pervulesko (51) ist verzweifelt, ihre finanzielle Situation zwingt sie dazu ihre Bar aufzumachen.Facebook
Die Linzerin Alexandra Pervulesko (51) will heute um 16 Uhr ihr Café aufsperren. Damit riskiert sie eine saftige Geldstrafe: 30.000 Euro drohen!

Gastronomin Alexandra Pervulesko (51) steht mit ihrem "Badcafe" in der Linzer Badgasse vor dem Aus. Vor gut einem Jahr hat die Linzerin ihre Piano-Bar in der Altstadt eröffnet. Nun sieht sie sich trotz der Corona-Auflagen der Regierung gezwungen, wieder aufzumachen. Die finanzielle Situation ist zu ernst, die staatlichen Unterstützungen reichten nicht aus, um entgangene Einnahmen und angehäufte Schulden aufzufangen, erzählt sie gegenüber "Heute"

Auch für Kunden gibt es eine Strafe

Dass die Linzerin einen gewagten Schritt tut, weiß sie. Schaut die Polizei vorbei, droht ihr eine Anzeige und eine Geldstrafe von bis zu 30.000 Euro. Auch ihre Kunden kommen nicht ungestraft davon. Eine Geldstrafe von bis zu 1.450 Euro ist hier möglich. Die Schließung des Lokals kann durch die Landesgesundheitsbehörde erfolgen. Und dennoch, für die 51-Jährige "führt kein Weg dran vorbei", sie müsse einfach aufsperren, sagt sie.

"Ich mache auf, weil mein Kind und ich sonst verhungern. Ich fühle mich gezwungen, die Verordnungen der Regierung zu brechen, weil ich es sonst nicht schaffe, zu überleben. Ich muss meine Bar aufmachen, sonst bin ich bald obdachlos", ist die ausgebildete Schauspielerin und Mutter eines 13-Jährigen verzweifelt.

Einhaltung der Abstandsregeln und Maskenpflicht

Von 16 bis 20 Uhr will sie heute ihre Gäste in gewohnter Manier empfangen. "Ich weiß, dass da etwas passiert, das Nehammer und Kurz nicht so geil finden werden", sagt die 51-Jährige. Deshalb werde sie auch versuchen, dass zumindest die Abstandsregeln und die Maskenpflicht eingehalten werden. Ob sich das immer so verwirklichen lasse, könne sie nicht sagen.  

"Als Gastronomen wurden wir schon mit dem 1. Lockdown im Frühjahr in eine Situation gedrängt die nicht zu bewältigen ist. Ich kann nicht wie eine Mama immer hinter den Gästen her sein", erklärt sie im "Heute"-Gespräch. 

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