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Gauck ist deutscher Bundespräsident

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:30

Der frühere DDR-Bürgerrechtler und Theologe Joachim Gauck ist am Sonntag zum neuen deutschen Bundespräsidenten gewählt worden. Der 72-Jährige setzte sich erwartungsgemäß im ersten Wahlgang in der Bundesversammlung durch.

Gauck war von den Regierungsparteien CDU/CSU und FDP ebenso wie von den Oppositionsparteien SPD und Grüne unterstützt worden. Er ist Nachfolger des am 17. Februar vorzeitig zurückgetretenen Präsidenten Christian Wulff.

Der von (fast) allen Parteien unterstützte Gauck erhielt 991 von 1.228 gültigen Stimmen. Die von der Linkspartei nominierte Gegenkandidatin Beate Klarsfeld kam auf 126 Stimmen - mehr als die Linke Wahldelegierte stellt. Der von der rechtsextremen NPD aufgestellte Historiker Olaf Rose bekam drei Stimmen, genauso viele wie die Delegierten der NPD. Vier Stimmen waren ungültig, 108 Delegierte enthielten sich.

Gauck soll an diesem Freitag in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat als elfter Präsident der Bundesrepublik Deutschland vereidigt werden. Er ist im höchsten deutschen Staatsamt Nachfolger von Christian Wulff, gegen den er bei der letzten Präsidentenwahl 2010 noch unterlegen war.

Die Wahl zum deutschen Bundespräsidenten hat Gauck mit "unendlicher Dankbarkeit" aufgenommen. In einer kurzen Rede zum Ende der Bundesversammlung am Sonntag in Berlin sprach Gauck vom "Glück der Mitgestaltung" nach den "politischen Wüsten des 20. Jahrhunderts" in Deutschland.

Er wies darauf hin, dass er persönlich erst im Alter von 50 Jahren vor genau 22 Jahren zum ersten Mal habe wählen dürfen. Den Zusammenfall des Jahrestags der ersten freien Volkskammerwahl in der früheren DDR mit der Wahl des Bundespräsidenten kommentierte Gauck mit dem Satz: "Was für ein schöner Sonntag."

APA/red.

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