Im Sommer werden die Motorräder aus den Garagen geholt - und damit steigt auch die Unfallgefahr. Der ÖAMTC hat daher sieben beliebte Biker-Strecken in ganz Österreich untersucht. Das Resultat: Sowohl bei der Straßen-Infrastruktur als auch beim fahrerischen Können gibt es viel Verbesserungsbedarf.
Mehr als die Hälfte aller Motorradunfälle (52,4 Prozent) im Freiland sind sogenannte Alleinunfälle - also ohne einen zweiten Beteiligten, etwa wenn man von der Straße rutscht. "Das Problem ist, dass viele Lenker zu wenige Kilometer fahren und es ihnen an Erfahrung mangelt, weil für sie Motorradfahren eine reine Freizeitaktivität ist", erklärt Motorrad-Chefinstruktor Georg Scheiblauer. Fahrsicherheitstrainings können hier helfen.
Die größten Probleme bereiten etwa ein überraschender Streckenverlauf, sich verengende Kurvenbögen, mangelnde seitliche Absicherung oder der Straßenzustand. Viele gefährliche Stellen könnten aber durch Verkehrszeichen, Schilder und Leitplanken entschärft werden. Als positives Beispiel führte Unfallforscher David Nosé die Soboth-Straße in Kärnten an.
"Das Ziel ist es, sich mit den jeweiligen Landesverkehrsräten zusammenzusetzen und Verbesserungen auszuarbeiten", betont er.
Untersucht wurden der Ochssattel und die Hochschwabstraße in Niederösterreich, die Greiner Straße (NÖ/OÖ), die Soboth-Straße in Kärnten, die Hochkönig und die Brenner Straße in Tirol sowie der Hochtannenbergpass in Vorarlberg.