Gefälschte Medikamente als Gefahr für Bevölkerung

Die Österreichische Apothekenkammer warnt eindringlich vor gefälschten Medikamenten. 2018 wurden rund 10.500 Plagiate beschlagnahmt.
Anlässlich des vom Finanzministerium veröffentlichten Produktpiraterieberichts 2018 wendet sich die Österreichische Apothekenkammer mit einer Warnung bezüglich Medikamentenfälschung an die Öffentlichkeit. Die Einnahme von nachgemachten Arzneimitteln könnte für den Betroffenen schwerwiegende Folgen bis hin zum Tod haben.

10.500 beschlagnahmte Plagiate 2018



Dem oben erwähnten Bericht zu Folge wurden im Vorjahr bei 178 Aufgriffen rund 10.500 Medikamentenplagiate beschlagnahmt, in denen die Zollbehörden nach der EU-Produktpiraterie-Verordnung tätig wurden.

CommentCreated with Sketch.3 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Bei verbotenen Medikamenten waren die Behörden sogar noch erfolgreicher. „Illegale Medikamente beschränken sich nicht nur auf Marken- oder Patentfälschungen. Der Zoll konnte im Jahr 2018 überdies 2.639 Sendungen mit 1.186.951 anderen illegalen Medikamenten stoppen und aus dem Verkehr ziehen", heißt es in dem Bericht.

Aufklärung und Sensibilisierung



Für die Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, Ulrike Mursch-Edlmayr, ist eine verstärkte Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung notwendig. Beinahe die Hälfte aller Österreicherinnen und Österreicher wüsste nicht, dass der Verkauf von rezeptpflichtigen Medikamenten im Internet verboten sei.

Vizepräsident Raimund Podroschko verweist auf die Existenz von Generika. Generika sind Produkte, die die gleichen Wirkstoffe wie auf dem Markt befindliche Produkte haben, aber preiswerter sind. Diese würden keine Gefahr für den Konsumenten darstellen, solange sie über inländische Apotheken bezogen würden. (MR)

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