Gegen Kinder-Ehen: Heiraten erst ab 18?

Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin
Familien- und Jugendministerin Sophie KarmasinBild: Helmut Graf
Familienministerin Sophie Karmasin will Kinder-Ehen in Österreich unterbinden. Deshalb soll man künftig erst ab 18 heiraten dürfen.

"Alles war darunter ist, wird annulliert", meint Familienministerin Sophie Karmasin auf "Ö1" und meint damit, dass Eheschließungen in Österreich künftig erst ab 18 Jahren erlaubt sein sollen.

Damit sollen Kinderehen und Zwangsehen unterbunden werden. Seit Anfang 2016 gilt die Zwangsheirat offiziell als Straftat. Kinder- und Zwangsehen gebe es in Parallelgesellschaften und würden nicht dem Wertebild und -fundament Österreichs entsprechen, führt die Ministerin aus.

Bisher liberaler

Die aktuellen Regelungen rund ums Heiraten sind noch lockerer. Ausländische Ehen werden anerkannt, sobald die Ehepartner mindestens 14 Jahre alt sind. Eheschließungen in Österreich sind bisher ab dem vollendeten 16. Lebensjahr möglich, wenn einer der Ehepartner 18 Jahre alt sind und eine Ehemündigkeitserklärung vom Gericht vorliegt.

FPÖ dafür

Karmasins Idee findet bei der FPÖ grundsätzlich Anklang. Man will nun "rasch handeln und die Änderungen noch im Herbst beschließen", meint Frauensprecherin Carmen Schimanek.

Auch die Homosexuellen-Initiative (Hosi) Wien ist dafür. Obmann Christian Högl unterstützt den Vorstoß. (csc)

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