Gehirn eines Opfers war zu Glas geschmolzen

Im Fall der Vesuv-Katastrophe gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Forscher konnten klären, was es mit Fragmenten bei Körpern auf sich hat.

Im Jahr 79 nach Christus wurden die Städte Pompeji und Herculaneum ausgelöscht. Der Vulkan Vesuv brach aus und tötete unzählige Menschen. Nun machen Forscher eine unglaubliche Entdeckung, die zeigt, wie dramatisch der Ausbruch zur damaligen Zeit gewesen sein muss. Bei einem der damaligen Opfer fand man dunkel schimmernde Fragmente im Schädel, die Glas ähneln.

Bis zu 520 Grad Celsius

Nach ihrer Erforschung zeigt sich: Die Temperaturen beim Ausbruch des Vulkans waren offenbar so hoch, dass sich aus der Hirnmasse glasartige Strukturen bildeten, wie die dpa berichtet. Analysen deuten auf Temperaturen von bis zu 520 Grad Celsius hin. Die Forscher veröffentlichten ihre Erkenntnisse im "New England Journal of Medicine".

800.000 in der "Roten Zone"

"Dieser Fund ist etwas Besonderes. Ich sah etwas glitzern im Inneren des Schädels und wusste sofort, dass ich da etwas beinahe Einmaliges gefunden habe", so Pier Paole Patrone von der Universität Neapel Federico II. Heute leben rund 800.000 Menschen in der sogenannten "Roten Zone" um den Vesuv, also dem Bereich, der direkt von einem Vulkanausbruch betroffen wäre.

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