Auch im Halbfinal-Rückspiel der Champions League zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain (1:1) sorgte die Handspiel-Regel erneut für Diskussionen. Vor allem eine Szene rund um Joao Neves im Strafraum der Franzosen ließ die Emotionen hochkochen. Bayern-Profi Josip Stanisic zeigte sich nach dem Spiel deutlich genervt von den anhaltenden Debatten.
"Ich glaube, die Handspieldiskussionen gehen uns langsam allen auf den Sack", sagte der Verteidiger in der Mixed Zone. "Mal wird so entschieden, ein anderes Mal wieder anders."
Konkret ging es um eine Szene in der 29. Minute: Nach einem Befreiungsschlag von Warren Zaïre-Emery bekam PSG-Spieler João Neves den Ball im eigenen Strafraum an die Hand. Schiedsrichter João Pinheiro ließ weiterspielen, auch der VAR griff nicht ein – sehr zum Unmut der Bayern.
Laut Regelwerk war die Entscheidung jedoch korrekt. Wird ein Spieler von einem Mitspieler angeschossen, liegt in der Regel kein strafbares Handspiel vor es sei denn, daraus entsteht direkt ein Tor.
Für Beruhigung sorgt diese Auslegung bei den Spielern aber kaum. Zu unterschiedlich seien die Entscheidungen in ähnlichen Situationen. Stanisic verwies dabei auch auf das Hinspiel, als Alphonso Davies ein Handspiel gepfiffen wurde: "Im Hinspiel wird auf Hand entschieden, obwohl der Ball vom Körper kommt. Diese Momente sind dann manchmal ausschlaggebend."
Am Ende reichte den Bayern das 1:1 nicht nach der 4:5-Niederlage im Hinspiel war im Halbfinale Endstation.