Ein 88-Jähriger aus dem Bezirk Amstetten hat am Sonntag in den frühen Morgenstunden auf der A7 einen heiklen Einsatz ausgelöst. Der Mann lenkte seinen Pkw gegen 4.40 Uhr Richtung Norden - allerdings entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.
Die gefährliche Fahrt endete auf Höhe Ansfelden. Dort konnten ASFINAG-Mitarbeiter den Wagen bei Kilometer 0,450 auf Rampe 1 im Bereich der Verschneidung mit Rampe 4 anhalten. So wurde womöglich Schlimmeres verhindert.
Als die verständigte Polizeistreife eintraf, befand sich der 88-Jährige noch immer im Auto. Die Beamten stellten fest, dass der Mann orientierungslos wirkte. Der Lenker wurde daraufhin zur Dienststelle gebracht.
Dort holte ihn sein Sohn ab. Der Führerschein des Pensionisten wurde vorläufig abgenommen.
Der Vorfall dürfte auch die immer wieder aufflammende Diskussion über mögliche Altersgrenzen beim Führerschein neu befeuern. Immer wieder wird gefordert, dass ältere Lenker ab einem bestimmten Alter verpflichtende medizinische oder fahrtechnische Überprüfungen absolvieren müssen.
Befürworter argumentieren, dass Sehvermögen, Reaktionszeit und Orientierung im Alter nachlassen können. Kritiker halten dagegen, dass das Alter allein kein verlässlicher Maßstab für die Fahrtauglichkeit sei und viele Senioren sicher unterwegs sind. Fälle wie dieser sorgen dennoch regelmäßig für neue Debatten.