Gelähmte Sportlerin Kira Grünberg tritt für Kurz an

Kira Grünberg tritt für Sebastian Kurz an. Die ehemalige Stabhochspringerin, die seit einem Sportunfall im Rollstuhl sitzt, will in den Nationalrat.

Kira Grünberg tritt für Sebastian Kurz an. Der neue ÖVP-Chef hat heute die ehemalige Stabhochspringerin, die seit einem Sportunfall im Rollstuhl sitzt, als eine neue Kandidatin präsentiert.

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Kurz erklärte bei einem Pressetermin im Sportzentrum Marswiese in Wien, Grünberg vor einiger Zeit kennengelernt zu haben und von ihrer "extrem positiven Lebenseinstellung beeindruckt" gewesen zu sein: "Ich habe erlebt, wie Du Menschen begeistern kannst und Mut machen kannst."

Die 23-Jährige habe gezeigt, dass man nie aufgeben darf und die positive Einstellung behalten müsse, ebenso wie man es mit viel Anstrengung und Fleiß schaffen kann, erklärte Kurz: "Ich freue mich sehr, dass Du bereit bist, zu kandidieren." Grünberg soll auf Platz zehn der Bundesliste und auch regional kandidieren.

Fragen nach weiteren regionalen Kandidaten beantwortete Kurz allerdings nicht, sondern meinte: "Lassen Sie sich überraschen." In Tirol, wo noch ein Spitzenkandidat gesucht wird, ist für Freitag Nachmittag eine weitere Pressekonferenz mit Kurz angesetzt.

Als sich die Stabhochspringerin Kira Grünberg 2015 das Genick brach, hieß es, sie werde höchstens wieder den Kopf bewegen können. Doch mit enormer Willenskraft schaffte sie viel mehr, mittlerweile kann sie sogar die Arme bewegen.

"Es dauert zwei bis vier Jahre, bis du wieder in ein richtiges Leben zurückfindest", sagte Kira Grünberg. "Es dauert einfach." Jetzt tritt sie für Sebastian Kurz und seine neue ÖVP an. Sie kritisierte die Bürokratie bei der Fördervergabe, diese soll durchforstet werden. Oft sei man kurz davor, aufzugeben, weil der Aufwand zu groß sei, gab sie zu bedenken. Konkret schlägt Grünberg etwa vor, dass eine Online-Plattform für mehr Übersichtlichkeit erstellt wird.

Konzentration auf Gesundheitsbereich

Sie wolle sich zwar auch für den Sport einsetzen, im Nationalrat will sie sich jedoch auf den Gesundheitsbereich konzentrieren und für Menschen mit Behinderung ein Sprachrohr sein. In ihrer aktiven Zeit sei sie zwar eine Einzelsportlerin gewesen, jedoch auch die Arbeit im Team gewohnt.

Insgesamt habe Kurz 100 Namen, die er bis zur Wahl aus dem Hut zaubern könne, heißt es aus der ÖVP.

(GP)

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