Geldbote trug Millionen zum "Grafen"

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Am Donnerstag fand der letzte Verhandlungstag in diesem Jahr zum Geldwäsche-Prozess gegen Alfons Mensdorff-Pouilly und Kurt D. statt. Nach weniger als einer Stunde war der Prozesstag vorbei. Am 8. Jänner gibt?s eine Fortsetzung.

statt. Nach weniger als einer Stunde war der Prozesstag vorbei. Am 8. Jänner gibt´s eine Fortsetzung.



Der vierte Prozesstag begann mit der Einvernahme des Zeugen Alexander F., der 27 als Geldbote von Mensdorff-Pouilly fungiert hatte. Alexander F., ein mittlerweile pensionierter Vermögensverwalter mit venezolanischen Wurzeln, der auch für die Familie Flick als Finanzberater tätig gewesen war, hatte für die beiden Angeklagten "Botengänge und Quittierungsdienste" geleistet, wie der 71-Jährige im Großen Schwurgerichtssaal zu Protokoll gab. In Kuverts trug er insgesamt an die vier Mio. Euro zum "Grafen".



Im Schnitt habe er 100.000 Euro transportiert, und zwar nicht in einem kleinen Koffer, wie der Staatsanwalt zuvor wiederholt anklingen hatte lassen. Dafür gebe es schließlich "Kuverts von unauffälliger Größenordnung", stellte der Zeuge klar. Es habe sich auch nicht um "hohe Beträge", sondern "relativ hohe Beträge" gehandelt, korrigierte er bei dieser Gelegenheit auch gleich Richter Stefan Apostol: "100.000 Euro sind auch viel Geld für mich. Aber aus meiner beruflichen Tätigkeit heraus habe ich da nicht mit den Ohren gewackelt."



Er gab an, dass er nichts über die genaue Tätigkeit von Mensdorff-Pouilly und Kurt D. wusste. Sein Job war es, Geldbeträge abzuheben und diese an Mensdorff-Pouilly zu übergeben. Über den Zweck der Geldbeträge konnte er keine Angaben machen.



Am Donnerstag fand der letzte Verhandlungstag in diesem Jahr statt.  Am 8. Jänner wird der Prozess mit der Zeugeneinvernahme von Mark Cliff fortgesetzt.

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