Das deutsche Magazin "Madame" flog die Wolfsbergerin für ein Shooting nach Ibiza ein. Es sei klar ausgemacht gewesen, so Nadine, dass nackte Brüste auf den Bildern ein No-Go seien. Der Fotograf hätte ihr einige Fotos gezeigt, alle waren in Ordnung. Im Heft war das österreichische Model plötzlich oben ohne abgebildet. Nadine viel aus allen Wolken als sie das Heft sah: "Ich starrte auf Fotos von meinen nackten Brüsten."Sie war entsetzt, fühlte sich missbraucht - und klagte. Das Magazin behauptet verschnupft, Nadine hätte beim Shooting "nicht 'nein' gesagt", so die "Bild".
Für Nadine ist der Prozess mehr als nur ein Streit um dieses eine Fotoshooting. Viele junge Models haben weder das Geld noch die Möglichkeiten, die sie hat. "Die Hilflosigkeit, der Schmerz und die Schande, die sie erleben, wenn ihr nackter Körper ohne ihre Zustimmung veröffentlicht wird, ist unbeschreiblich." Sie selbst habe sich auch missbraucht gefühlt. "Viele Mädchen werden am Set ausgebeutet. Sie werden von Fotografen, von denen einige viel älter sind, in Situationen gebracht, in denen sie sich schutzlos fühlen. Wenn wir das weiter unter den Teppich kehren, werden sich die Dinge nie ändern."
Im Herbst geht der Prozess in Hamburg weiter. Viele finden das gut und wichtig, doch Nadine wird auch aufs Tiefste beschimpft. Sie bekam Nachrichten, in denen sie als "geldgierige Hure" beschimpft wurde. Ihr ist vollkommen klar, sie mehr Jobs bekäme, wenn sie den Mund halten würde. "Aber die Leute, die mich nicht buchen, weil ich mich gegen diesen Missbrauch ausspreche, sind die Leute, für die ich nicht arbeiten möchte."