Furchtbar! Katze mit Pfote in Schlagfalle gefangen

Kater Raul (li.) wurde durch eine Schlagfalle schwer verletzt. Die beiden Kinder Viktoria (11) und Sebastian (9) kümmern sich liebevoll um ihre Haustiere.
Kater Raul (li.) wurde durch eine Schlagfalle schwer verletzt. Die beiden Kinder Viktoria (11) und Sebastian (9) kümmern sich liebevoll um ihre Haustiere.Privat
Wer macht so etwas? In Neuhofen/Krems legte ein Tierhasser eine brutale Schlagfalle aus. Ein Katze war darin mit der Pfote gefangen.

Völlig verängstigt und schwer verletzt saß der schwarze Kater "Raul" vergangenen Samstag vor einem Einfamilienhaus in der Linzer Straße in Neuhofen/Krems (Bez. Linz-Land). Beim genauen Hinsehen erkannten die Bewohner den Grund dafür. 

Das Tier war mit einer Pfote in einer Schlagfalle, einem sogenannten Tellereisen, gefangen. Einsatzkräfte der ortsansässigen Feuerwehr konnten die arme Katze rasch aus ihrem Gefängnis befreien. "Sie verhielt sich ganz ruhig und war sehr tapfer. Zum Glück konnten wir die Schlagfalle schnell lösen. Gleich danach ging es zum Röntgen in die Tierklinik", erinnert sich Einsatzleiter Dominik Schenter im Gespräch mit "Heute".

Besitzer rasch ausgeforscht

Das Tier war gechipt und dadurch konnten die Besitzer rasch ausgeforscht werden. "Wir haben uns schon gewundert, wo unser Kater bleibt, weil er in der Früh nicht wie sonst üblich gekommen ist", erinnert sich Besitzer Michael Ganser.

Am Nachmittag erhielten sie dann den Anruf vom Tierarzt. Der vierjährige Kater muss seitdem täglich zum Tierarzt zur Kontrolle und bekommt Schmerzmittel verabreicht. "Seine linke Pfote ist sehr stark angeschwollen. Sie erinnert eher an die eines Tigers. Sämtliche Krallen sind gebrochen", ist Ganser (43) geschockt.

Muss die Pfote amputiert werden?

Doch das ist längst nicht alles. Noch ist nicht einmal sicher, ob der Kater seine verletzte Pfote behalten kann. "Wir müssen die nächsten Tage abwarten. Die Pfote ist zwar durchblutet, aber noch ist nicht sicher, ob sie nicht amputiert werden muss", ist der 43-Jährige immer noch geschockt. 

Der Familienvater will sich gar nicht ausmalen, was noch alles passieren hätte können. "Wir leben hier in einer größeren Siedlung mit vielen Familien. Die Falle ist vermutlich in einer Wiese gelegen. Es hätte auch ein Kind erwischen können", ist Ganser entsetzt.

Der Katzenbesitzer (die Familie hat insgesamt drei Katzen) hat nun schon den zweiten verletzten tierischen Mitbewohner. Erst im vergangenen Jahr ist Katze Una (5 Jahre) mit einer schlimmen Wunde am Bein nach Hause gekommen. Bei ihr konnte die Vorderpfote aber nicht mehr gerettet werden.

Wo die Falle genau ausgelegt wurde und wer dafür verantwortlich ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Familie hat den Vorfall bei der Polizei angezeigt. Hinweise zu dem Täter bitte an die Inspektion in Neuhofen/Krems unter 059133/4139 schreibt die Polizei-Pressestelle in einer Aussendung.

Trotz der schlimmen Ereignisse wollen die Gansers ihre Katzen auch künftig nicht einsperren. "Sie sind von Beginn an Freigänger. Es wäre nicht möglich sie nur in der Wohnung zu halten", so Ganser.

Bleibt nur zu hoffen, dass der Tierhasser bald gefasst wird.

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