Cyberalarm in Krieglach

Hackerangriff auf E-Mail von steirischer Gemeinde

Nach einem Hackerangriff auf die E-Mail-Adresse der Gemeinde Krieglach warnt die Bürgermeisterin vor immer raffinierteren Betrugsversuchen.
Österreich Heute
19.02.2026, 15:14
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Online-Betrüger werden immer geschickter. Viele fallen mittlerweile auf raffinierte Betrugsmaschen herein. Besonders bei sogenannten Phishing-Attacken, bei denen Kriminelle mit gefälschten Nachrichten an persönliche Daten kommen wollen, raten Experten dazu, die Absenderadresse genau zu prüfen. Doch in Krieglach hätte das wenig geholfen. Dort ist am 18. Februar die offizielle E-Mail-Adresse der Gemeinde von Betrügern gehackt worden, wie die "Kleine Zeitung" berichtet.

"Gestern Abend wurden wir von der externen Firma, die unsere Software betreut, darüber informiert, dass es offensichtlich jemandem gelungen ist, sich Zugang zu verschaffen", erzählt Bürgermeisterin Regina Schrittwieser. Die Kriminellen verschickten dann von der Gemeinde-Adresse E-Mails an zahlreiche Kontakte. In diesen Nachrichten wurden die Empfänger dazu aufgefordert, einen Link anzuklicken, um angeblich ein Dokument anzusehen. "Wir haben die Leute dann gleich wissen lassen, dass sie aufpassen sollen", sagt Schrittwieser laut Kleine Zeitung. Über Facebook hat die Gemeinde zusätzlich gewarnt, die betrügerische E-Mail nicht zu öffnen, sondern sofort zu löschen.

Bürgermeisterin: "Telefone sind heute heißgelaufen"

Trotzdem war die Verunsicherung groß: "Die Telefone sind heute schon heißgelaufen, es haben sehr viele angerufen und gefragt was da los ist", berichtet die Bürgermeisterin weiter. Sie ist erleichtert: "Gott sei Dank ist, soweit ich weiß, niemandem etwas passiert." So einen Hackerangriff hat die Gemeinde zum ersten Mal erlebt. "Als damals [Anm. 2022] das Land Kärnten gehackt wurde, haben wir damit angefangen, uns für so etwas zu rüsten", erklärt Schrittwieser. Seither gibt es Cyberschulungen und eine Versicherung gegen solche Fälle.

Wie die Hacker genau an die Zugangsdaten gekommen sind, ist noch unklar. Daten wurden laut Gemeinde keine gestohlen und sonstige digitale Dienste sind nicht betroffen. "Wir haben vor kurzem auf der Gemeinde auch eine gefälschte E-Mail vom Finanzamt bekommen, die täuschend echt aussah. Die Täter werden leider immer raffinierter", seufzt Schrittwieser. Ob die Gemeinde rechtliche Schritte setzen wird, ist noch offen.

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