Gemeindebauten nicht nur von armen Mietern bewohnt

Bild: WIkipedia

Vor allem in Wien ist in Gemeindebauten der Unterschied zwischen einkommenssschwachen Mietern und Personen mit höherem Einkommen gar nich so groß, wie aus einer aktuellen Analyse hervorgeht.

Vor allem in Wien ist in der Unterschied zwischen einkommenssschwachen Mietern und Personen mit höherem Einkommen gar nicht so groß, wie aus einer aktuellen Analyse hervorgeht.

Die Studie der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) Innsbruck gemeinsam mit Viktor Steiner von der Freien Uni Berlin beleuchtete das Thema "soziale Treffsicherheit" in Gemeindewohnungen . Fazit: Auch Personen mit höherem Einkommen profitieren vom kommunalen Angebot. Wörtlich heißt es in der Studie: "Werden Sozialwohnungen danach beurteilt, ob überwiegend ärmere Haushalte begünstigt werden, erfüllen diese weder in Wien noch im Durchschnitt der anderen Bundesländer das Kriterium der sozialen Treffsicherheit."

Die Ergebnisse der Studie:

Nur ein relativ kleiner Anteil der in Gemeindewohnungen lebenden Haushalte sind einkommensarm. Das gelte sowohl für Wien, als auch für andere Bundesländer.
Die Armutsquote der Bewohner der Gemeindebauten ist zwar insgesamt höher. Der Unterschied zur Gruppe, die nicht im Gemeindebau wohnen, ist aber relativ gering: Rund 18 Prozent außerhalb des Gemeindebaus leben unter der Armutsquote (13.200 Euro Jahresnettoeinkommen), 23,8 Prozent beträgt der Anteil bei den Gemeindebau-Bewohnern.
In Wien lebt jeder vierte Haushalt in einer Wohnung der Gemeinde. In den restlichen Bundesländern beträgt dieser Anteil nur drei Prozent.
In der Hauptstadt sind im Gemeindebau auch die besseren Einkommensschichten vertreten: Auch Personen mit einem Jahresnettoeinkommen von 50.000 Euro verfügen über eine Gemeindewohnung.
Durch die hohe Anzahl der Gemeindebaubewohner in Wien ist die mittlere Nettomiete auch relativ niedrig als in den übrigen Ländern.
Bei der Bruttomiete (Miete plus Betriebskosten) ist die Differenz deutlich geringer, "da die Betriebskosten in den Wiener Gemeindewohnungen relativ hoch sind".
Mieter von Gemeindebauten müssen rund 23 Prozent ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Damit fahren sie erwartungsgemäß relativ günstig. Die Mietbelastung liegt ca. vier Prozentpunkte (Wien) bzw. fünf Prozentpunkte (übrige Bundesländer) unter jener bei anderen Wohnformen.

Vor allem die ÖVP fordert in Wien eine Anpassung von bei steigendem Einkommen.

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