Gemeindebund: Nur 1, 2 Prozent an Flüchtlingen

Der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes Helmut Mödlhammer plädiert dafür, nur ein bis zwei Prozent an Flüchtlingen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung aufzunehmen. Statt Massenlagern sollten außerdem kleine überschaubare Einheiten eingerichtet werden. Die Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie drängt darauf, menschenwürdige Unterkünfte zu schaffen.

Der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes Helmut Mödlhammer plädiert dafür, nur ein bis zwei Prozent an drängt darauf, menschenwürdige Unterkünfte zu schaffen.

Gemeindechef Mödlhammer forderte Donnerstagmittag gegenüber Ö1, dass die Zahl der untergebrachten Flüchtlinge maximal ein, zwei Prozent der Gesamtbevölkerung beträgt. Wichtig ist für Mödlhammer die Verhältnismäßigkeit. Um ein gutes Zusammenleben zu gewährleisten, macht er sich außerdem für kleinere Quartiere stark. Dann würde das Verständnis der Anrainer für die Asylwerber leichter entstehen.

Psychiater schlagen Alarm

Die Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie plädiert für ein besseres Umfeld für die Flüchtlinge. Die Ärzte kritisieren die Unterbringung in Zelten. Dass viele Menschen nicht einmal einen Schlafplatz haben, also de facto obdachlos sind, bezeichnet die ÖGPP als katastrophal. Allein schon deshalb, weil die Betroffenen Krieg und Flucht durchgemacht haben. "Wunden können dann heilen, wenn ein menschenwürdiges Umfeld in geordneter Weise realisiert wird. Zeltlager und Zustände wie in Traiskirchen sind dazu nicht geeignet. Die Politik muss endlich handeln", so die ÖGPP.

"Keine obdachlosen Kinder"

Die Caritas schlägt in die gleiche Kerbe. Generalsekretär Bernd Wachter appelliert an die verantwortlichen Politiker in Bund und Ländern, "dass die Bilder obdachloser Kinder in Traiskirchen endlich der Vergangenheit angehören". Die Caritas betreut gemeinsam mit Pfarren und Klöstern österreichweit über 4.400 Asylwerber im Rahmen der Grundversorgung. Das sind knapp zehn Prozent der insgesamt 43.000 Asylwerber in Grundversorgung. Zusätzlich werden 10.500 Menschen mobil betreut.

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