Politik

Gemeinden fordern mehr Geld für Ganztagsschulen

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:23

Gemeindebund-Präsident Mödlhammer (VP) spricht sich für den Ausbau der schulischen Tagesbetreuung aus. Der Bund müsse die Förderungen von jährlich 80 Mio. Euro über das Jahr 2014 hinaus verlängern. Sonst würden die Gemeinden auf den Kosten sitzen beiben.

In den vergangenen zwei Jahren wurde das Ganztagsangebot in Österreich massiv ausgebaut. Derzeit haben 17,5 Prozent der rund 678.400 Schulpflichtigen (6–14 Jahre) einen Platz in schulischer Tagesbetreuung. Bis 2018 strebt Ministerin Schmied (SP) eine Quote von 30 Prozent an. "Die Nachmittagsbetreuung wird sehr gut angenommen", bilanziert Gemeindebund-Präsident Mödlhammer im "Heute"-Gespräch.

Probleme gäbe es vereinzelt bei der Lehrer-Suche. Sorge bereitet Mödlhamer, dass "die Gemeinden als Schul­erhalter nach 2014 auf den Kosten sitzen bleiben könnten". Hintergrund: Bis 2014 stellt der Bund jährlich 80 Millionen Euro zur Verfügung. Die SPÖ drängt vor der Regierungsklausur am Freitag auf eine Verlängerung bis zumindest 2018.

Außerdem soll der Etat auf 160 Millionen pro Jahr verdoppelt werden. Die ÖVP sieht das Sparpaket in Gefahr, will die Förderung "keinesfalls aufstocken", wie es ein Sprecher von Vizekanzler Spindelegger formuliert. Aber: Zumindest die Verlängerung der Anschubfinanzierung bis 2018 wurde Mittwochnacht beraten.

Erich Nuler

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