Ukraine

Gepfählter Kopf eines Soldaten in Bachmut gefunden

Der Kampf um Bachmut ist noch immer in vollem Gange, wobei Söldner der Wagner-Gruppe grausamste Kriegsverbrechen begehen sollen.

Gräueltaten rund um Bachmut dringen an die Öffentlichkeit.
Gräueltaten rund um Bachmut dringen an die Öffentlichkeit.
REUTERS

Der Kampf um Bachmut ist noch immer in vollem Gange, wobei Söldner der Wagner-Gruppe und ukrainische Verteidiger um die Kontrolle über die strategisch wichtige Stadt ringen. Das Institute for the Study of War (ISW) hat am Dienstag berichtet, dass Wagner-Kämpfer angeblich weiterhin Kriegsverbrechen begehen, unter anderem sollen ukrainische Soldaten enthauptet worden sein. Der in den USA ansässige Thinktank fügte hinzu, dass Russland in Bachmut immer noch Fortschritte mache, dies aber unter "erheblicher Verluste" tue.

ISW berichtet über weitere Gräueltaten. In sozialen Medien seien demnach Aufnahmen geteilt worden, "die angeblich die Überreste des Kopfes eines ukrainischen Soldaten auf einem Spieß in einem nicht näher beschriebenen Gebiets in Bachmut zeigen". Weiter heißt es, dass User an Fälle von aufgespießten Köpfen in Popasna, in der Region Luhansk, verweisen. Dort operierten die Wagner-Söldner im Frühling und Sommer vergangenen Jahres.

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    Wagner-Chef <a data-li-document-ref="100255572" href="https://www.heute.at/g/-100255572">Jewgeni Prigoschin</a> in einem Video, das ihn mit russischer Fahne auf dem Rathaus von Bachmut zeigen soll. Es wurde am 3. April 2023 veröffentlicht.
    Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin in einem Video, das ihn mit russischer Fahne auf dem Rathaus von Bachmut zeigen soll. Es wurde am 3. April 2023 veröffentlicht.
    Concord Press Service/Handout via REUTERS

    Hohe symbolische Bedeutung

    Die Schlacht um Bachmut ist die am längsten andauernde der mehr als einjährigen russischen Offensive in der Ukraine. Die vor Beginn des Krieges 70.000 Einwohner zählende Stadt ist nach den monatelangen Kämpfen weitgehend zerstört und verlassen. Die Stadt in der Industrieregion Donbass hat jedoch angesichts der seit Monaten andauernden Gefechte mit großen Verlusten mittlerweile für beide Seiten eine hohe symbolische Bedeutung erlangt.

    Das ukrainische Zentrum für journalistische Untersuchungen investigator.org.ua hat indes auf Sentinel-2-Satellitenbildern festgestellt, dass sich eine der russischen Verteidigungslinien im besetzten Gebiet der Region Saporischja kontinuierlich über mehr als 70 Kilometer erstreckt. Dies entspricht fast einem Drittel der Region. Der Graben ziehe sich von Semenivka – rund neun Kilometer von Melitopol entfernet – nach Maryniwka und soll offenbar dazu dienen, einen allfälligen ukrainischen Vorstoß in das derzeit russisch besetzte Gebiet aufzuhalten.