Wien

Venediger Au: Geplante Sporthalle sorgt für Proteste

Eine geplante, 13 Meter hohe Sporthalle sorgt für Zwist in der Leopoldstadt. Mit einem "Protestfest" sprachen sich Anrainer gegen die Verbauung aus.
Yvonne Mresch
08.05.2022, 12:46

"Stoppt den Verbau der Venediger Au", lautete der Tenor bei einer Protestaktion von Links in der Leopoldstadt. Auf knapp 3.000 Quadratmetern Grünfläche ist der Bau einer Sporthalle geplant - wir berichteten. Die Pläne der Stadt stoßen auf starken Gegenwind. Laut Veranstalter fanden sich knapp 200 Personen am Praterstern ein, die mit Bannern, auf denen Statements wie "Wiese bleibt Wiese" zu lesen waren, gegen das Bauprojekt protestierten.

"Kein Verbau der Venediger Au" lautete der Tenor bei der Protestaktion. 
LINKS

Forderung: Grün statt Beton in der Leopoldstadt

Es handelt sich nicht um die erste Aktion gegen den Bau der Sport & Fun Halle: Neben einem Protest-Kick am Praterstern fand bereits Ende April eine Bürgerversammlung statt. Die Aktivisten forderten keine weitere Reduzierung von Parks und Grünflächen in der Leopoldstadt. 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Hintergrund: Nach dem Abbruch des Dusika-Stadions im zweiten Bezirk sollen eine Sport Arena und ein Fernbusterminal die in die Jahre gekommene Halle ersetzen. Die Sport & Fun Halle muss weichen und soll einen neuen Standort am Praterstern erhalten. Kritik kommt seit Bekanntwerden des Projektes im Dezember 2021 von Links und den Grünen im Bezirk. Die Fertigstellung der Halle in der Venediger Au ist für 2023 geplant. 

Photovoltaik und Begrünung der Halle geplant

Wie die Stadt bei der Ankündigung des Projektes berichtete, soll beim Bau Wert auf eine ökologische Konzeption und höchste Energiestandards gelegt werden. So wird die neue Halle auch eine Photovoltaikanlage beinhalten. Zudem sollen die großzügigen Freiflächen und die Begrünung des Dachs und der Fassade auch weiterhin viel Grün auf der Anlage garantieren. Der Standort beim Praterstern sei laut Stadtrat Peter Hacker (SPÖ) der beste – aufgrund von dutzenden Schulen und Kindergärten in der Umgebung sowie dem Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof. Durch die ganzjährige Nutzung schaffe man "zusätzliche Sportmöglichkeiten für tausende Kinder und Jugendliche". Auch die optimale Anbindung an den öffentlichen Verkehr und das Radwegenetz sei gegeben. 

Mehr zum Thema