Wie berichtet stoppte die Polizei auf der A1 einen illegalen Welpentransport, die 17 knuffigen Tiere wurden zunächst im St. Pöltner Tierheim untergebracht. "Alle kürzlich beschlagnahmten Hundewelpen konnten versorgt werden und sind in einem stabilen Zustand. Viele waren unterzuckert und dehydriert – also in einer schlechteren Verfassung als erst vermutet. Bei einer kleinen Fellnase hing das Leben sogar für zwei Tage an einem seidenen Faden", zeigt sich Tierheimleiter Davor Stojanovic zufrieden, dass es nun allen Welpen den Umständen entsprechend gut geht.
Ganz hinter sich haben die Welpen ihre Strapazen aber noch nicht. Die Tiere müssen vor einer Vergabe nach Weisung des Gesundheitsministeriums in eine mehr als drei Monate andauernde Quarantäne zur AGES nach Mödling gebracht werden. Stojanovic erklärt: „ Der Amtstierarzt hat uns für die Versorgung und Pflege gedankt und über die nötigen folgenden Schritte zum Seuchenschutz in Kenntnis gesetzt. Jetzt sind die Tiere soweit stabil, dass sie transportiert werden können. Gerade in Zeiten wie diesen verstehen wir, dass Seuchenschutz und Infektionsprävention oberste Priorität haben.“
In Absprache mit dem Amtstierarzt werden die Hunde zur Identifizierung, Tollwut-Titerbestimmung und weiteren detaillierten Untersuchungen in die staatliche Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in die Robert Koch Gasse nach Mödling gebracht, wo sie isoliert werden und voraussichtlich die nächsten Monate verbringen.
„Die Vergabe der Tiere erfolgt aller Voraussicht nach später direkt über die Behörde bzw. über die AGES. Nach Rücksprachen würden wir dann die Kontaktdaten jener Personen, die uns bereits bezüglich einer Adoption kontaktiert haben, weiterleiten sofern dies von der Behörde gewünscht wird und für die Interessenten in Ordnung ist“, so der Tierheimleiter.
Er hält fest: „Vielen Dank an alle für die aufmunternden Worte, diese haben uns viel Kraft für die fordernden letzten Tage gegeben. Danke auch allen, die uns mit einer Spende bei unserer Arbeit unterstützt haben. Insgesamt hat uns dieser Einsatz etwa 3.000 Euro gekostet. Jeder Euro hilft uns dabei, Ausnahmesituationen wie diese auch künftig im Sinne der Tiere so gut meistern zu können.“