Welt

Germanwings-Absturz: 150 Passagiere tot

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:40

Beim Absturz eines Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings in den französischen Alpen sind 150 Menschen ums Leben gekommen. Die Ursache des schwersten Unglücks in der Luftfahrt in Europa seit Jahren ist unklar. Der Airbus startete am Vormittag von Barcelona Richtung Düsseldorf, etwa 100 Kilometer nördlich von Nizza ging die Maschine nieder.

 

Es gibt keine Überlebenden. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sprach von einem "schwarzen Tag" für Deutschlands größte Airline. "Das Flugzeug ist total zerstört", schrieb Christophe Castaner, Abgeordneter der Region Alpes-de-Haute-Provence, am Dienstag auf Twitter. Er hat die Unfallstelle gemeinsam mit Innenminister Bernard Cazeneuve überflogen. "Entsetzliche Bilder in dieser Berglandschaft. Es bleibt nichts außer Trümmern und Körpern."

An Bord waren in erster Linie Deutsche und Spanier. Unter den deutschen Toten sind auch 16 Schüler und zwei Lehrer aus dem nordrhein-westfälischen Haltern am See. Der Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Haltern am See, Bodo Klimpel, bestätigte den Verdacht.

Am Düsseldorfer Flughafen wurden Angehörige der Passagiere seelsorgerisch betreut.

 

Playback of flight
— Flightradar24 (@flightradar24)


UPDATE: Wir müssen leider bestätigen, dass Flug 4U9525 auf dem Flug von BCN nach DUS über den französischen Alpen verunglückt ist ...
— Germanwings (@germanwings)

Das Flugzeug soll um 11.15 Uhr von den Radarschirmen verschwunden sein. Österreicher befanden sich laut Außenamt nicht an Bord des Unglücksflugs.

Latest satellite image over France, looks cloudy / partly cloudy in region
— James Reynolds (@EarthUncutTV)

ist noch unklar, dürfte aber nach Fund des Flugschreibers zumindest teilweise geklärt werden. Die Auswertung von Stimmen und Geräuschen hat Erstaunliches zutage gefördert: Zum Unglückszeitpunkt war nur ein Pilot im Cockpit, der andere war ausgesperrt.

, aber nicht wie bei einem völligen Kontrollverlust direkt abstürzte. Während des Sinkfluges habe es keine Kommunikation mit den Piloten gegeben, erklärte Germanwings. Die Piloten setzten auch keinen Notruf ab.

"Es war kein Absturz, bei dem das Flugzeug wie ein Stein vom Himmel fällt", sagte das Vorstandsmitglied der deutschen Piloten-Vereinigung Cockpit, Markus Wahl. "Nach allem was wir wissen, war es ein kontrollierter Gleitflug, wenn man sich die Sinkdaten der Maschine ansieht."

BREAKING
— AirLive.net (@airlivenet)

Verschneites Bergmassiv

Die verschneite Absturzstelle nahe dem Dorf Meolans-Revel am Fuße der französischen Alpen ist schwer zugänglich. Die wird daher mehrere Tage dauern.

Der abgestürzte Airbus war 24 Jahre alt und damit deutlich älter als viele andere Maschinen in der Flotte der Lufthansa. Der letzte Check hatte noch am Unfalltag bei Lufthansa-Technik stattgefunden. Im Schnitt sind die Flugzeuge der Lufthansa-Flotte seit 11,5 Jahren im Einsatz. Airbus hilft bei der Aufklärung des Vorfalls. Der abgestürzte A320 hatte auf 46.700 Flügen fast 58.300 Flugstunden absolviert. Germanwings sicherte allen Betroffenen rasche Hilfe zu. "Germanwings wird alle Kräfte aufbieten, um allen Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen und ihnen ihr schweres Schicksal zu erleichtern, so gut es irgend geht", sagte Geschäftsführer Oliver Wagner. "Das Geschehene tut uns unendlich leid".

Es ist die erste Flugzeugkatastrophe in Frankreich seit dem Absturz einer Air-France-Concorde kurz nach ihrem Start in Paris am 25. Juli 2000. Damals starben 113 Menschen. Es ist zudem das schwerste Flugzeugunglück seit mehr als 40 Jahren auf dem französischen Festland. "Wir müssen Trauer verspühren, weil es eine Tragödie ist, die sich auf unserem Boden ereignet hat", so der französische Präsident Francois Hollande.

Hollande kündigte zudem an, engen Kontakt zu Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem spanischen König Felipe zu halten. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve ist am Weg zum Unglücksort, wie Premierminister Mauel Valls ankündigte.

AUA sagt Termin für Präsentation der neuen Uniformen ab

Nach dem Unglück hat die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) am Mittwoch die für Donnerstag am Wiener Airport geplante Auf der nächsten Seite finden Sie die Reaktionen auf das schlimme Flugzeugunglück

Germanwings drückt den Angehörigen nach der Flugkatastrophe ihr Beileid aus!

mit ihren Gedanken und Gebeten bei den Angehörigen und Freunden der Passagiere und Besatzungsmitglieder.
— Germanwings (@germanwings)
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist tief betroffen

Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonierte sowohl mit dem französischen Präsidenten François Hollande als auch mit dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy. Die Kanzlerin habe alle Termine abgesagt. Sie werde sich am Nachmittag öffentlich äußern. Zuvor hatte bereits das französische Präsidialamt bekanntgegeben, dass Hollande der Kanzlerin seine Anteilnahme versichert habe.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier richtete einen Krisenstab ein

 

FM
— GermanForeignOffice (@GermanyDiplo)

Frankreichs Präsident Hollande spricht den Angehörigen der Toten sein Beileid aus


Je veux exprimer aux familles des victimes de cet accident aérien toute ma solidarité. C'est un deuil, une tragédie.
— François Hollande (@fhollande)


Germanwings-Mitarbeiter Air Berlin drückt Mitgefühl aus

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine ihr Mitgefühl ausgedrückt. „Unsere Gedanken sind bei den Passagieren und der Crew von Flug 4U-9525, bei ihren Familien und Freunden”, hieß es in einer auf Englisch verfassten Mitteilung im Kurznachrichtendienst Twitter.

 

Our thoughts are with the passengers and crew of flight 4U-9525, their families and friends. United by wings,
— airberlin (@airberlin)

Frankreichs Verkehrsministerin, Segolene Royal, bricht Lonodn-Reise ab

Royal war erst am Montag zu politischen Gesprächen nach London gereist. Wegen des Flugunglücks bricht sie ihre Reise vorzeitig ab und reist direkt zum Absturzort.

Das Düsseldorfer Rathaus trägt Trauerbeflaggung


Trauerbeflaggung am Düsseldorfer Rathaus für Flug
— Stadt Düsseldorf (@Duesseldorf)
 

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