Gernot Blümel besucht Zoll bei Diensthunde-Fortbildung

Diensthunde-Fortbildung beim Zoll mit Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP)
Diensthunde-Fortbildung beim Zoll mit Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP)BMF
Insgesamt 26 Spürhunde kommen beim österreichischen Zoll derzeit zum Einsatz. Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) stattete ihnen einen Besuch ab. 

26 Spürhunde setzt der österreichische Zoll derzeit bei der Suche nach Schmuggelwaren ein – sei es, um Drogen-, Zigaretten- und Bargeldschmuggel zu vereiteln oder bedrohte Arten zu schützen. Vier dieser Diensthunde sind im Vorjahr als Neuzugänge zum Zoll gestoßen: Nex, Mailo, Django und Dobby haben Anfang April 2021 den ersten Teil ihrer Ausbildung abgeschlossen. Mit diesem Zwischenerfolg auf dem Weg zum voll ausgebildeten Zoll-Diensthund sind die vierbeinigen Kollegen nun noch besser für ihr weiteres „training on the job“ einsetzbar.

Nex, ein Malinois (Belgischer Schäferhund) und Django, ein Deutscher Schäferhund, werden in der Ausbildung mit ihren jeweiligen Diensthundeführern der Zollstellen Heiligenkreuz und Wien für ihren Einsatz bei der Tabak- und Drogensuche trainiert. Mailo, ebenfalls ein Malinois, wird mit seiner Diensthundeführerin der Zollstelle Pfunds auf Bargeld- und Drogensuche ausgebildet. Dobby, ein Deutsch Kurzhaar, wird mit seiner Diensthundeführerin an der Zollstelle Flughafen Wien Schwechat als Artenschutz und Drogenspürhund eingesetzt werden.

"Viele Erfolge des Zolls werden erst durch den Einsatz unserer Diensthundeführer und ihrer Diensthunde möglich" – Finanzminister Gernot Blümel 

"Partner mit dem richtigen Riecher"

"Viele Erfolge des Zolls werden erst durch den Einsatz unserer Diensthundeführer und ihrer Diensthunde möglich. Ich danke daher insbesondere ihnen für ihr großes Engagement", ist Finanzminister Gernot Blümel auch auf die vierbeinigen Mitarbeiter stolz. "Sie haben sich bereits in kurzer Zeit als Partner mit dem richtigen Riecher erwiesen", weiß der Finanzminister beispielsweise vom ersten großen Erfolg zu Jahresbeginn bei einem Trainingseinsatz des Diensthundes Django zu berichten.

Beim Übungsdienst auf der Poststelle in Wien Inzersdorf Anfang des Jahres roch Django ein Container zu streng: Er stoppte mit seinem sprichwörtlichen Spürsinn 65 kg Kautabak, die in 45 einzelnen Packstücken im Versand an mehrere Empfänger waren. 1.300 Stück Dosen SNUS zu jeweils 50g im Wert von 5.500 Euro sollten aus Israel eingeführt und so Abgaben von 3.800 Euro hinterzogen werden. Der Deutsche Schäfer und sein Diensthundeführer landeten damit einen großen Erfolg: Ausgebildete Diensthunde können um die 15 Duftstoffe unterscheiden. In einer Situation wie auf einer Poststelle mit vielen unterschiedlichen Sendungen oder beispielsweise am Flughafen mit diversen Gepäckstücken ist das Erschnuppern von Schmuggelware jedenfalls eine Höchstleistung für das Tier.

Alle Diensthunde werden auf das "passive" Anzeigen der Gerüche trainiert. Das bedeutet, der Diensthunde verharrt in einer gewissen Stellung oder Position und fixiert mit Nase und Augen jenen Punkt, wo er den Geruch (je nach Ausbildung Tabak, Bargeld, Artenschutz oder Drogen) wahrgenommen hat. Ein neuer Weg wurde bei der Artenschutzausbildung, die traditionell in enger Zusammenarbeit mit dem Tiergarten Schönbrunn erfolgt, eingeschlagen. Musste früher mit echten Tieren oder Elfenbein trainiert werden, werden nun Sokks-Cites verwendet. Bei dieser Methode wird der Geruch von beispielsweise Elfenbein, Federn oder Reptilien-Eiern in einem speziellen Verfahren auf kleine Röhrchen aufgebracht, mit denen die Hunde dann üben können.

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Nach zehn Jahren in "Pension"

Für Artenschutzhund Dobby wurden Sokks-Cites mit den Gerüchen Reptilla, Rhinoceros, Ivory, Birds of Prey, Parrots bedampft. Das Erlernte wird Dobby im Team mit seiner Diensthundeführerin künftig bei seiner Arbeit auf der Zollstelle am Flughafen Wien Schwechat einsetzen. Die Spürhunde unterstützen die Zöllnerinnen und Zöllner bei Einsätzen an Grenzübergängen, bei Kontrollen auf Bundesstraßen und Autobahnen, auf der Post und nicht zuletzt am Flughafen.

Nach rund zehn Jahren der intensiven Sucharbeit gehen die Diensthunde üblicher Weise in den verdienten Ruhestand, den sie meist bei ihren Diensthundeführern verbringen. Über die Jahre bauen die Partner eine sehr intensive Bindung zueinander auf, die über die aktive Dienstzeit anhält und im Privatleben genauso gelebt wird.

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