Im hohen Norden steht für Mikaela Shiffrin noch einmal alles auf dem Spiel. In Kvitfjell und Lillehammer kämpft die US-Amerikanerin gegen die Deutsche Emma Aicher um die Große Kristallkugel. Spannung pur ist garantiert – doch abseits der Piste sorgt ein mögliches Karriere-Ende für noch mehr Wirbel.
Denn: Hinter den Kulissen wird bereits über ein echtes Ski-Beben spekuliert. Laut "Blick" könnte Shiffrin nach dem Weltcup-Finale einen Schlussstrich ziehen – und zwar gemeinsam mit ihrem Partner Aleksander Aamodt Kilde. Offiziell bestätigt ist nichts, doch die Hinweise verdichten sich.
Klar ist: Die 31-Jährige denkt längst über ihre Zukunft nach. Konkrete Antworten vermeidet sie allerdings. "Ich spüre, dass sich in meiner Karriere eine Art Übergang nähert, aber ich weiß nicht, wie dieser aussehen wird, und ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll", sagte sie nach ihrem Olympia-Gold im Slalom.
Sportlich hat Shiffrin ohnehin schon fast alles erreicht. Neue Rekorde scheinen für sie nicht mehr der entscheidende Antrieb zu sein. "Ich denke darüber nach, wie ich meine Karriere beenden soll. Ich sehe es bei anderen Athleten und Teamkollegen, wie sie den Schritt verkünden. Ich weiß nicht, wie das für mich wäre. Deswegen habe ich darauf noch keine Antwort", erklärte sie im Februar gegenüber "Sport1".
Auch privat musste Shiffrin zuletzt einiges verkraften. Der tragische Tod ihres Vaters hinterließ tiefe Spuren. Dazu kamen die schwere Verletzung ihres Partners Kilde sowie eigene gesundheitliche Rückschläge im vergangenen Jahr.
Kilde selbst hat seine Saison bereits beendet und unterstützt Shiffrin derzeit nur noch im Zielraum. Wie es mit seiner Karriere weitergeht, ist ebenfalls offen. Abseits des Sports denkt das Paar längst weiter: Gemeinsam schmieden sie bereits Pläne für eine Familie. Ein möglicher Triumph im Gesamtweltcup könnte somit der perfekte Moment für einen emotionalen Abschied sein.