Drei Jahre lang führte Assinger das rot-weiß-rote Frauen-Team im Ski-Weltcup – allerdings nicht zur Freude aller. So hatte unter anderem Stephanie Venier, die mittlerweile zurückgetretene Weltmeisterin von 2025, Kritik am teils harten Umgangston des Kärntners geübt. Dem stehen aber auch Erfolge gegenüber, so holten Ariane Rädler und Katharina Huber bei Olympia 2026 Gold in der Team-Kombination, gewann Julia Scheib die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf.
Trotzdem geht die Assinger-Ära nach drei Jahren zu Ende, der Bruder von "Millionenshow"-Moderator Armin Assinger schlug einen neuen ÖSV-Vertrag über zwei Jahre aus, wird als Damen-Cheftrainer abtreten, der 52-Jährige soll aber in anderen Bereichen im Verband gehalten werden – etwa im Nachwuchs.
"Es bleiben sicher Narben zurück", sagte ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher. Es habe allerdings auch "nicht nur eine Dame angerufen und gesagt, wie schade es ist, dass Roland weg ist", so der ÖSV-Boss weiter. Gleichzeitig habe man aus der Vergangenheit und der Kritik an Assinger gelernt.
Der ÖSV sucht derweil den Nachfolger. Und der soll aus Österreich kommen, wie Stecher betonte. Aktuell führe man Gespräche mit Kandidaten. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich eine österreichische Lösung bevorzuge", so der ehemalige Top-Kombinierer. Dies solle auch "ein Zeichen sein".