Mikaela Shiffrin gewann in ihrer Karriere bereits 72 Weltcup-Slaloms, allein in der laufenden Saison waren es acht. Die kleine Kristallkugel ist der Amerikanerin nicht mehr zu nehmen. Bereits neun (!) Mal ging die Disziplinen-Wertung an sie.
Die Dominanz beeindruckt auch Ski-Ikonen – und lädt sie zu Gedenkenexperimenten ein. Felix Neureuther meinte zuletzt: "Wenn Shiffrin einen Winter lang im Männerzirkus Slalom fährt, würde sie im zweiten Jahr konstant in die Top 20 fahren."
Eine gewagte These, die aber auch der Schweizer Bernhard Russi teilt. "Es ist daher gar nicht so mutig, das zu behaupten", meint der 77-Jährige im "Blick"-Podcast. "Sie fährt in einer eigenen Liga. Nehmen wir Adelboden. Wenn 30 Männer und sie am Start sind – dann fährt sie in die Top 20."
Ob das Experiment je in die Tat umgesetzt wird, ist freilich ungewiss. Bislang war noch keine Frau bei den Männern am Start. Lindsey Vonn wollte 2013/14 die Männer-Abfahrt in Lake Louise bestreiten, erhielt von der FIS aber keine Genehmigung.