Karl krönte sich 2022 und 2026 zum Olympiasieger im Parallelriesentorlauf der Snowboarder, holte 2010 in derselben Disziplin Silber und 2014 im Parallelslalom Bronze. Hinzu kommen fünf Weltmeistertitel, 23 Weltcupsiege und drei große Kristallkugeln als Gewinner des Gesamtweltcups.
Doch nun wird der 40-Jährige endgültig einen Schlussstrich unter seine Karriere auf dem Snowboard ziehen. Schon länger ließ der gebürtige Niederösterreicher seine Zukunft offen, kokettierte mit dem Abschied vom Snowboardsport. Und nun scheint die Entscheidung gefallen zu sein.
Zumindest erklärte Karl nun gegenüber dem "ORF", seine so erfolgreiche Karriere auf dem Snowboard nicht fortsetzen zu wollen. Stattdessen wolle er in einer neuen Sportart in vier Jahren bei Olympia am Start stehen. Dafür wird Karl nun Profi-Radsportler bei einem Straßenteam. "Ab 23. März konzentriere ich mich auf meine Radsportkarriere und wenn sich der Weg ergibt, werde ich mein Glück im Cyclocross versuchen und versuchen, in vier Jahren bei den Olympischen Spielen erneut am Start zu stehen", sagte Karl. Beim Cyclocross handelt es sich um eine Winter-Variante des Querfeldeinfahrens im Radsport.
"Ich fühle mich wie ein 16-Jähriger, wenn ich an die Challenge denke, und freue mich schon so auf die Herausforderung", sagte Karl. Für ein Team habe sich Karl aber noch nicht entschieden. Er habe das Profi-Team TudorCycling mit Marco Haller als "Plan A", aber auch einen "Plan B" in der Hinterhand.
Das alles überstrahlende Ziel sei aber jedenfalls, im Cyclocross bei Olympia 2030 an den Start zu gehen. Davor wolle er vielleicht Rundfahrten bestreiten. Nun brauche es jedenfalls aber viel Training.