Verlängerung abgelehnt

Assinger wirft hin! ÖSV-Cheftrainer verkündet Abschied

ÖSV-Damen-Cheftrainer Roland Assinger beendet mit Saisonende seine Tätigkeit, lehnt den angebotenen Vertrag ab.
Sport Heute
16.03.2026, 13:14
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"Nach drei intensiven, emotionalen und vor allem erfolgreichen Jahren habe ich nach langen Überlegungen beschlossen, meine Funktion als Cheftrainer mit Saisonende zurückzulegen und das Angebot für einen neuen Zweijahresvertrag nicht anzunehmen", erklärte Roland Assinger am Montag in einer Aussendung des ÖSV.

Der langjährige Trainer zieht eine positive Bilanz seiner Amtszeit. "Ich blicke mit großem Stolz auf das zurück, was wir in dieser Zeit gemeinsam als Team mit allen Athletinnen, Trainern, Physiotherapeutinnen und Servicetechnikern erreicht haben. Mit der Erfüllung meines Dreijahresvertrags schließe ich ein von Höhepunkten geprägtes Kapitel ab."

Zu diesen Erfolgen zählt er unter anderem den Gewinn der Weltcupkugeln in Abfahrt und Riesenslalom, Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sowie den Sieg im Nationencup der Damen. Dem Skisport möchte Assinger dennoch verbunden bleiben, erste Gespräche über eine mögliche neue Aufgabe im Verband hätten bereits stattgefunden.

Assinger war zwischen 2008 und 2020 in verschiedenen Trainerrollen beim ÖSV tätig. Im April 2023 übernahm er schließlich den Posten des Damen-Cheftrainers.

ÖSV-Alpinchef Christian Mitter reagierte mit Bedauern auf die Entscheidung. "Roland hat uns seine Entscheidung mitgeteilt, die wir selbstverständlich respektieren. In den kommenden Tagen werden wir Gespräche führen. Wir können uns gut vorstellen, einen Fachmann wie ihn künftig in einer anderen Rolle in unserem Trainerteam einzusetzen."

Wer Assinger als Cheftrainer der ÖSV-Damen nachfolgen wird, ist derzeit noch offen. Gespräche darüber sollen in den kommenden Tagen und Wochen stattfinden.

An Assinger gab es in seiner ÖSV-Cheftrainer-Rolle auch Kritik: Mehrere Läuferinnen – unter anderem Weltmeisterin Stephanie Venier – kritisierten einen harten, teils herabwürdigenden Ton im Training und im Team.

Einige Sportlerinnen bemängelten, dass Entscheidungen im Team sehr autoritär und wenig nachvollziehbar gewesen seien. Auch fehlende Wertschätzung gegenüber Athletinnen wurde angesprochen.

Der teaminterne Konflikt entwickelte sich zu einer größeren Verbandsthematik. Der ÖSV führte interne Gespräche, um die Situation zu beruhigen.

Jetzt zieht Assinger einen Schlussstrich, geht neue Wege.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.03.2026, 13:28, 16.03.2026, 13:14
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