Wie das Bundeskriminalamt nun bekanntgab, ist es Zielfahndern zu Beginn dieser Woche gelungen, einen 38-jährigen Mexikaner am Flughafen Wien-Schwechat zu fassen. Dem Mann werden in den USA schwerste Sexualdelikte zur Last gelegt – insbesondere schwerer sexueller Missbrauch Unmündiger sowie pornografische Darstellungen Minderjähriger.
Nach amerikanischem Recht droht ihm im Falle einer Verurteilung eine Mindestfreiheitsstrafe von 25 Jahren. Der Beschuldigte ist in den USA bereits einschlägig vorbestraft und hatte rund zehn Jahre in Haft verbracht, unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs, Drogendelikten sowie Verstößen gegen Migrationsbestimmungen.
Stein des Anstoßes war ein Zielfahndungs-Unterstützungsersuchen der US-amerikanischen Homeland Security. Der Mann dürfte aufgrund des Besuchs eines Weihnachtsmarktes nach Österreich gereist sein.
Auf Anordnung der ermittlungsführenden Staatsanwältin wurde der Festgenommene in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert und noch am selben Tag der zuständigen Richterin vorgeführt. Die Auslieferungshaft wurde ebenfalls am 2. Dezember 2025 verhängt.
"Ein beachtlicher Erfolg für die Zielfahnder des Bundeskriminalamtes. Sie sind mit ihrer Professionalität und Schlagkraft ein internationales Aushängeschild. Gratulation!", so Innenminister Gerhard Karner.
Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes, ergänzt: "Die heutige Festnahme unterstreicht erneut die hohe Professionalität unserer Zielfahndung. Solche Erfolge sind nur möglich, wenn nationale und internationale Partner mit höchster Präzision und Vertrauen zusammenarbeiten."