Gesund und cool: So trendy ist das Wasserbett!

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Ein Klassiker der 1990er-Jahre ist derzeit wieder ganz groß im Kommen: das Wasserbett. Schließlich schläft der Durchschnittsmensch rund ein Drittel seines Lebens. Und schon ein altes Sprichwort sagt: wie man sich bettet, so liegt man. Also wieso nicht auf Wasser, dass sich optimal den Konturen des Körpers anpasst und so keine Verspannungen wie auf schlechten Matratzen zulässt. Allerdings: Menschen, die sich im Schlaf viel bewegen, ist es eher abzuraten - "Seekrankheit" droht.

. Schließlich schläft der Durchschnittsmensch rund ein Drittel seines Lebens. Und schon ein altes Sprichwort sagt: wie man sich bettet, so liegt man. Also wieso nicht auf Wasser, dass sich optimal den Konturen des Körpers anpasst und so keine Verspannungen wie auf schlechten Matratzen zulässt. Allerdings: Menschen, die sich im Schlaf viel bewegen, ist es eher abzuraten - "Seekrankheit" droht.

Vom Alltag gestresst, bleibt immer nur ein erholsamer Schlaf, um bestmöglich zu regenerieren und neue Kraft zu sammeln. Umso wichtiger ist das optimalste Bett. Es gibt eine riesige Auswahl allein an Bettarten. Dazu zählt auch das Wasserbett. Und das ist - nach Jahren der Vernachlässigung - nun neben dem angesagten Boxspringbett wieder im Aufwind.

Wasserbetten erfreuen sich einer wieder größer werdenden Beliebtheit. Im Vergleich sind sie aber teurer als herkömmliche Betten. Viele schreckt weiters ab, bei einem Schaden in einem plötzlich überfluteten Schlafzimmer aufzuwachen - ein Vorurteil. Welche Vorteile haben Wasserbetten tatsächlich und was ist zu beachten? Wir haben uns bei den Wohnexperten von schlau gemacht!

Welche Vorteile haben Wasserbetten?

Die Vorteile eines Wasserbettes liegen in ihrer Flexibilität und Formstabilität. Dadurch werden Rücken- oder Kopfschmerzen reduziert, es herrscht ein fast schwereloses Liegegefühl sowie eine ruhigere Tiefschlafphase. Zudem gilt diese Art Bett als besonders hygienisch, wodurch es sich im Besonderen für Allergiker und eben Menschen mit Rücken- und Nackenproblemen eignet. Schließlich bewahrt ein Wasserbett aufgrund des Wassers lange seine Form im Gegensatz zu herkömmlichen Schaumstoffmatratzen.

Kann ich ein Wasserbett in jede Wohnung, jedes Haus stellen?

Trotz deutlich höherem Gewicht mit rund 800 Kilogramm kann ein Wasserbett von jedem Fußboden in einer Wohnung oder in einem Haus ohne Probleme "getragen" werden. Zudem fällt pro Quadratmeter durch die Größe des Wasserbettes nur eine Last von 150 bis 200 Kilogramm pro Quadratmeter an, was jeder Boden in jedem Fall stützen kann.

Welches Wasser wird in das Wasserbett gefüllt?

Der Wasserkern wird in den meisten Fällen mit normalem Leitungswasser gefüllt. Dabei empfiehlt es sich, nicht kaltes, sondern lauwarmes Wasser zu nutzen, da das Erhitzen von kaltem Wasser bis zu zwei Tage dauern kann. Zudem können so punktuell Heizkosten gespart werden. Wichtig ist ein- bis zweimal im Jahr Konditionierer zu verwenden, wodurch das Wasser in der Matratze nicht ausgetauscht werden muss.

Wann ist die Füllmenge an Wasser richtig?

Die richtige Füllmenge ist bei einem Wasserbett entscheidender Faktor für erholsamen Schlaf. Zumeist sind die ersten Anzeichen einer suboptimalen Füllmenge Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich sowie eine S-förmige Seitenlage im Bett. Weiters liegt der Kopf dann höher als der restliche Körper. Bei der richtigen Füllmenge hingegen liegt der ganze Körper auf einer Ebene, das heißt von den Knöcheln über das Steißbein sowie die Lendenwirbel bis hin zu den Schultern. Beim Nachfüllen von Wasser zur Optimierung der Liegeposition ist darauf zu achten, dass nur wenig Wasser nach und nach nachgefüllt wird. Kleinste Mengenzufuhren können bereits deutliche Unterschiede ergeben.

Was kostet ein Wasserbett?

Bei einem Wasserbett sind neben den Anschaffungskosten auch die Heizkosten mit einzukalkulieren. Grundsätzlich sind solche Betten um einiges teurer als herkömmliche Varianten. Allerdings regulieren sich die Preise mit den Jahren immer weiter nach unten. Früher kosteten Wasserbetten noch mehrere tausend Euro, heute gibt es jene auch in guter Qualität ab ca. 500 Euro. Die laufenden Kosten durch das Heizen belaufen sich um die fünf Euro im Monat, wobei hier die Art des Wasserbettes, Betttemperatur, Außentemperatur oder auch die Bettgröße zentralen Einfluss nehmen.

Welche Unterschiede gibt es im Bereich Wasserbetten?

Softside: Diese Bettart hat sich zum Großteil durchgesetzt. Hier kann das Wasserbettsystem auch in vorhandene Bettrahmen eingebaut werden und ist für sich freistehend. Der Wasserkern ist mit ca. acht Zentimeter dickem Schaumstoff umrahmt, wodurch größere Stabilität gewährleistet ist. Vorteil ist, dass das Ein- und Aussteigen leichter fällt. Allerdings ist diese Variante auch mit höheren Kosten verbunden.

Hardside: Dieses System ist weniger flexibel, weil das Wassersystem direkt in einem sehr stabilen Rahmen eingebaut werden muss. Vorteil ist, dass mehr Liegefläche vorhanden und die Anschaffung billiger ist. Allerdings fällt hier das Ein- und Aussteigen schwerer.

Zum anderen kann zwischen einem Uno- oder Dual-Wasserbett gewählt werden. Beim Uno-System handelt es sich um einen Wasserkern für die gesamte Liegefläche. Demgegenüber ermöglicht die duale Variante, mit zwei Wasserkernen, eine individuellere Temperatür- und Füllmengeneinstellung.

Was sollte bei einem Kauf in jedem Fall beachtet werden?

Ein erster wichtiger Aspekt beim Kauf eines Wasserbettes ist die Frage nach dem Wo. Experten empfehlen hier den Kauf direkt beim Hersteller, da ohne viele Zwischenhändler der Verkaufspreis bereits deutlich niedriger sein kann. Weiterhin sind eine Garantie sowie ein umfangreicher Service zentral. Bei der Garantie ist zu beachten, dass der Käufer sich verpflichtet alle Nachfüll- oder Wartungsarbeiten Fachmännern zu überlassen, ansonsten verfällt die Garantie.

Bedarf es bei einem Wasserbett einer bestimmten Pflege?

Damit eine lange Lebensdauer von über zehn Jahren gewährleistet werden kann, sollte sich der Nutzer an die empfohlenen Pflegeregelungen für ein Wasserbett halten. So ist es ratsam rund zweimal im Jahr den Konditionierer nachzufüllen, die Auflage regelmäßig zu waschen, alle drei Monate Vinylreiniger und -creme für eine verbesserte Hygiene anzuwenden und sich an die Richttemperatur von 27 Grad Celsius in etwa zu halten, wobei im Winter das Wasserbett ca. zwei Grad Celsius höher einzustellen ist. Das Heizsystem sollte zudem auch bei längerer Abwesenheit wie bei einem Urlaub nicht ausgeschaltet werden. Schließlich ist das regelmäßige Lüften entscheidend, indem die Matratze des Öfteren freigelegt wird, da so die angesammelte Feuchtigkeit aus der Auflage entweichen kann.

Was hat es mit den Beruhigungsstufen auf sich?

Im Prinzip geben die unterschiedlichen Beruhigungsgrade die Stabilität der Liegeposition an. Erzeugt werden diese verschiedenen Stufen durch unterschiedlich dicke Vliesmatten in der Matratze. Dadurch gibt es Wasserbetten, die Nachbewegungen bzw. "einen Wellengang" von ca. 20 Sekunden aufweisen oder aber jene, mit kaum spürbaren Nachbewegungen. Ratsam ist es hier im Fachgeschäft Probe zu liegen.

Kann der Wasserkern platzen und ist ein Wasserbett überhaut reparabel?

Die Gefahr, dass ein Wasserkern platzt, besteht nicht. Das liegt in erster Linie daran, dass im Wasserkern kein Druck, wie oft irrtümlich vermutet, vorhanden ist. Auch bei Beschädigungen ist eine Reparatur möglich, ohne dass Wasser ausläuft. Das gilt insbesondere für Softside-Betten, da die dicke Schaumstoffschicht zusätzlichen Schutz bietet.

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