Immer mehr Online-Kontakte

Notruf NÖ zieht Bilanz und sorgt für die Zukunft vor

Gezielte Patientensteuerung am Telefon: Das entlastet Notärzte in Niederösterreich. Auch Acute Community Nurses leisten wichtigen Beitrag.
Niederösterreich Heute
22.01.2026, 19:03
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Verletzung, Krankheit, etc.: Dann ist schnelle Hilfe wichtig. Notruf Niederösterreich hat 2025 insgesamt 1,7 Millionen Kontakte erfasst – immer häufiger sind es Online-Kontakte. Die Zahl der Gesundheitsberatungen ist um sieben Prozent gestiegen und liegt jetzt bei circa 100.000.

"Richtige Versorgung"

"Nicht jeder Anruf braucht ein Krankenhaus – aber jeder Mensch braucht die richtige Versorgung", so Christian Fohringer, Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich, gegenüber "ORF NÖ". Die richtige Steuerung der Patienten starte schon am Telefon. Dort wird frühzeitig beurteilt, welche Versorgung wirklich notwendig ist.

Weniger Notarzteinsätze

Vor allem außerhalb der bevölkerungsreichen Städte braucht es, laut Landesrätin Eva Prischl (SPÖ), Strukturen, die schnell entscheiden, welche Hilfe gebraucht wird und wie sie am besten organisiert werden kann. Diese zielgerichtete Steuerung zeigt Wirkung: 2025 wurden bei 44.000 Fällen Notärzte gerufen – das sind etwa vier Prozent weniger als im Jahr davor, obwohl die Zahl der Notfallrettungseinsätze gleich geblieben ist – "ORF NÖ" berichtet.

"Notärztinnen und Notärzte stehen damit dort zur Verfügung, wo sie wirklich gebraucht werden", so Prischl gegenüber "ORF NÖ". Notruf Niederösterreich würde dabei auf den Grundsatz "Digital vor ambulant vor stationär" setzen, wie Landesrat Martin Antauer (FPÖ) erklärt. Das sei in einem modernen Gesundheitssystem notwendig.

Über 1 Mio. telefonische Kontakte

Im Jahr 2025 gab es genau 1.688.602 Kontakte – weniger als im Jahr davor, wo es noch 1.892.918 waren. Rund 1,3 Millionen dieser Kontakte liefen telefonisch ab. Die Zahl der Online-Kontakte (über Chatservices und elektronische Transportanmeldungen) ist auf circa 383.000 angestiegen.

Die Anzahl der Krankentransporte ist um etwa zehn Prozent niedriger und liegt nun bei rund 715.000. Die Rettungseinsätze blieben mit etwa 383.000 Einsätzen auf dem gleichen Niveau. Seit 2025 sind die Leitstellenärztinnen und -ärzte rund um die Uhr einsatzbereit und haben sich um 4.280 Einsätze telemedizinisch gekümmert.

Acute Community Nurses entlasten Krankenhäuser

Fast 13.000 Mal mussten Acute Community Nurses (ACN) ausrücken. Für rund 5.000 Personen – also circa ein Drittel – war ein Spitalsaufenthalt die beste Lösung. Fohringer berechnete, dass circa 20 Personen pro Tag nicht ins Krankenhaus mussten, nachdem sie von einer ACN versorgt wurden.

Satellit, Pager und Funk

Laut Josef Schmoll, Geschäftsführer von Notruf Niederösterreich, wurde im Vorjahr die ganze IT- und Leitstelleninfrastruktur modernisiert. Die Blackout-Resilienz wurde ebenfalls weiter verstärkt: Mehrfache Kommunikationswege über Satellit, Pager und Funk sorgen laut Schmoll dafür, dass man auch bei großflächigen Ausfällen handlungsfähig bleibt.

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