Steiermark

Gewalt, Anzeigen und Eskalation bei Corona-Demo in Graz

Auch in Graz gingen am Wochenende Tausende gegen die geplante Impfpflicht auf die Straße. Dabei schossen einige Teilnehmer weit übers Ziel hinaus.
Michael Rauhofer-Redl
13.12.2021, 10:23

Am Wochenende wurde nicht nur in der Bundeshauptstadt demonstriert. Auch in mehreren Landeshauptstädten fanden sich insgesamt mehrere Tausend Menschen ein, um gegen die geplante Impfpflicht zu demonstrieren. In der steirischen Metropole Graz kam es dabei sogar zu einem bösen Zwischenfall, bei dem sich ein Polizeibeamter verletzte. Laut Polizeiaussendung zogen rund 17.000 Personen durch die Innenstadt.

Die Kundgebung "Gegen die geplante Impfpflicht" wurde von Privatpersonen organisiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich kurz vor 13:00 Uhr am Hauptbahnhof. Die Route führte über die Annenstraße, die Vorbeckgasse, die Belgiergasse, den Grieskai, die Radetzkybrücke, den Marburger Kai, die Kaiserfeldgasse, die Neutorgasse, zum Andreas-Hofer-Platz, über die Tegetthoffbrücke, die Erzherzog Johann Brücke, die Murgasse und über die Sporgasse bis zum Karmeliterplatz. 

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Polizist von drei Menschen attackiert

Insgesamt wurden  105 Verwaltungsanzeigen mit Covid-19-Bezug, es ging um die Nichteinhaltung der Maskenpflicht, und sieben allgemeine Verwaltungsanzeigen erstattet. Sechs Personen mussten vorläufig festgenommen werden. Am Hauptbahnhof widersetzten sich Personen den polizeilichen Kontrollen betreffend der Maskenpflicht. Dabei mussten drei Brüder aus Graz wegen Missachtung der Maskenpflicht in weiterer Folge kurzfristig festgenommen werden. Auch zeigte sich ein Paar aus dem Bezirk Murtal wegen der Maskenkontrollen aggressiv. 

Die Frau schlug einem Polizisten mit der Kunststoffstange eines Plakates. Ein Unbekannter unterstützte das Paar und trat einem Polizisten gegen den Rücken. Der Polizist wurde leicht verletzt.

In der Sporgasse kam es auch zu einer Festnahme eines Mannes wegen der fehlenden Maske, da dieser seine Identität nicht preisgeben wollte. Am Karmeliterplatz ereignete sich bei der Abschlusskundgebung ein ähnlicher Vorfall, bei dem auch ein Mann aus der Menge einer festgenommenen Frau nach einer abgelehnten Maskenkontrolle Unterstützung leisten wollte und sich aggressiv verhielt. Weiters zeigten sich weitere Personen mit der Festgenommenen solidarisch und mussten beamtshandelt werden. Insgesamt verliefen die Demonstrationen trotz der Vorkommnisse aber "relativ friedlich", teilte die Polizei mit.